Die Telefonsäule an der Langenbacher Bahnhofstraße - und der Roller, über den die Verantwortlichen bislang nur spekulieren können.
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Die Telefonsäule an der Langenbacher Bahnhofstraße - und der Roller, über den die Verantwortlichen bislang nur spekulieren können.

Basistelefon muss weichen

Telekom baut Langenbachs Telefonsäule ab - Ein Umstand gibt dabei Rätsel auf

  • Margit Conrad
    vonMargit Conrad
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Die Telekom plant den Rückbau ihrer Telefonsäule an der Langenbacher Bahnhofstraße. Doch nicht nur das Gerät muss demnächst weichen.

Langenbach – Noch steht es, das sogenannte Basistelefon in der Bahnhofstraße 9 in Langenbach. Doch dessen Tage sind gezählt: Die Deutsche Telekom Technik GmbH hat laut Gemeinde-Geschäftsführer Bernhard Götz am vergangenen Dienstag den Rückbau des Basistelefons mitgeteilt.

Zwar zum Bedauern des Gemeinderats, der hatte sich nämlich in seiner Septembersitzung mit 9:3 Stimmen dafür ausgesprochen, dass man die Einrichtung behalten wolle. Doch schon damals wusste man eigentlich, dass der Beschluss nicht tragfähig, sondern vielmehr nur eine höfliche an die Telekom herangetragene Bitte sein könne.

Das Unternehmen begründete die Maßnahme dahingehend, „dass die Akzeptanz und Nutzung von öffentlichen Telefonen in den letzten Jahren einem stetigen Wandel unterliegt, weg von der reinen Telefonie hin zur hauptsächlichen Nutzung mobiler Daten. Die Deutsche Telekom trägt dieser Entwicklung Rechnung; deshalb wurde das Telefonnetz auf IP-Technologie umgestellt und bereits viele Standorte in moderne Telestationen umgebaut. Der kontinuierliche Weiterausbau in ein bedarfsgerechtes Angebot ist mit erheblichen Investitionen verbunden und bedingt den Verzicht auf Standorte, deren Nutzung die Betriebskosten nicht decken“.

„Können nicht einfach fremdes Eigentum entsorgen“

Und damit ist das Basistelefon in der Bahnhofstraße in Langenbach gemeint. Dieses Telefon werde von der Bevölkerung nicht mehr genutzt, und die Deutsche Telekom sehe leider keine Perspektive für das Beibehalten des Standorts, heißt es in einem Schreiben.

Damit sind auch die Stunden des knallroten Motorrollers gezählt, der Tag und Nacht hinter der kleinen Telefonsäule lehnt und seit Monaten nicht mehr bewegt worden zu sein scheint – und der Verwaltung Rätsel aufgibt. „Der Roller muss ja augenscheinlich jemandem gehören“, sagte Bernhard Götz, „aber wir können nicht so einfach fremdes Eigentum entfernen“. Sollte das Basistelefon allerdings zurückgebaut sein, und das Krad immer noch sein Dasein fristen, dann könne man seitens der Gemeinde tätig werden, erklärt der Geschäftsleiter. Es ist also nur noch eine Frage der Zeit.

Gut zu wissen

Sieben Jahre hat das Basistelefon auf dem Buckel. Im Spätsommer 2013 wurde es mit Zustimmung des Gemeinderats als Ersatz für den öffentlichen Fernsprecher, sprich der Telefonzelle, installiert.

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