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Langenbacher Frauenfasching: tierisch und politisch

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Langenbach - Auch wenn nur wenig Tiere wie Marienkäfer oder Pinguin den Weg in den Alten Wirt gefunden hatten: Der Frauenfasching in Langenbach war trotzdem ein tierisches Vergnügen.

Gespielte Witze, lustige Sketche, Tanzeinlagen und die Ratschkathln - Langenbachs Frauen feierten am Freitag „Atemlos durch die Nacht“. Selbstverständlich durfte Susanne Hoyer nicht fehlen - erstmals als Bürgermeisterin beim Frauenfasching zugegen. Hoyer gab zumindest mit ihrer Maskerade ein politisches Statement ab: Als wandelnde Langenbacher Tierauffangstation hatte sie sich Stofftiere an den schwarzen Anzug geheftet, führte einen batteriebetriebenen Hund Gassi und hatte ein ganze Box voller kleiner plüschiger Katzen mit dabei.

Hoyer war es auch, die als neue Rathauschefin eine wichtige Rolle im Auftritt der „Ratschkathln“ zugewiesen bekommen hatte: Die „Kraxn-Gisela“ und die „Heuwagl-Tina“ (Gisela Bernbeck und Tina Wegmann) machten dabei im verwaisten Langenbacher Ortskern einen mobilen Kramerladen auf. Unter Hoyer laufe alles super und total harmonisch, stellten sie fest. Kein Wunder, schließlich sei Hoyer ja eine Frau „und wickelt alle um den kleinen Finger“.

Fast noch mehr Raum als die neue Rathauschefin nahm ihr Vorgänger, der „Brückl Sepp“, ein: Brückl, ebenso wie seine Frau, „die Burgl“, waren nicht da, stellte das lästernde Duo fest. Dabei sei der Alt-Bürgermeister doch fast wie der Terminator, der auch ständig behaupte „I’ll be back“. Oder auf Bairisch: Der Brückl sei ein „Aufstehmandl“. Aber Hoyer zeige ihm seine Grenzen schon auf, so betonten die Ratschkathln. Die zogen auch zweiten Bürgermeister Walter Schmidt durch den Kakao, der nur deshalb statt Christa Summer in dieses Amt gewählt worden sei, weil es den Männern sonst zu viel Frauenpower gewesen wäre. Schmidt, „der Quotenmann“ also. Und dann blickten die Ratschkathln noch etwas in die Zukunft: Ginge es nach „der grünen Veri“, müssten alle Langenbacher in ihren Pkw nicht nur Warnwesten mitführen, sondern bestehe auch „Katzenbeerdigungsboxenpflicht“.

Bilder: Tierischer Spaß beim Langenbacher Frauenfasching

Den lustigen Abend eröffnet hatte die Kindergarde, gefolgt von einer Abba-Show: „Mamma mia!“ Bis zu den Ratschkathln und der anderen frechen Tanzshow mit dem Titel „Geh, schau doch ned so beys“ hatten sich die Mitglieder des Katholischen Frauenbundes Langenbach diverse Kostüme und Verkleidungen übergestreift, um mit kurzen Sketchen zwischen den Tanzrunden immer wieder für Lacher zu sorgen: Die „Schönheits-OP“ und „Die Blutentnahme“ waren da nur zwei Beispiele. Man durfte beispielsweise auch über den „Gynäkologen als Maler“, den „Hammerwurf bei den Olympischen Spielen“ oder über „Das Zeugnis“ lachen.

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