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Megacool gaben sich die Immergrün-Schützen, die ein S.W.A.T.-Team stellten.

Faschingsumzug

Langenbacher Gaudiwurm mit Spezialeinheit

Langenbach - Es war ein bunter Faschingsumzug, der sich gestern in Langenbach auf den Weg gemacht hat. Viele Teilnehmer sorgten für Gelächter, doch der Gaudiwurm packte auch ein unangenehmes Thema an.

Zwei Kapellen, 24 Fußgruppen, Faschings- und Mottowagen und zirka 1300 Meter lang – das war der Faschingsumzug 2016 in Langenbach. Ach ja, noch eine Zahl: Rund eineinhalb Stunden dauerte es gestern, bis der Gaudiwurm die Tour durch den Ort absolviert und sich all den Zuschauern am Straßenrand gezeigt hatte. Doch damit war die Faschingsparty noch lange nicht vorbei. Im beheizten Zelt auf dem sogenannten „Roten Platz“ ging das bunte und ausgelassene Treiben noch bis rund 20 Uhr fröhlich weiter, war Party mit DJ Leo und den Auftritten der Langenbacher Kinder-, Teenie- und Jugendgarde angesagt.

Dort im Zelt dürfte auch die eine oder andere Gruppe, die zuvor beim Umzug mit von der Partie gewesen war, für Gesprächsstoff gesorgt haben. Zum Beispiel die „Faschingsmädels“, die unter riesigen Hüten und hinter Schleiern kaum zu erkennen waren. Ihr Motto war dafür eindeutig und für jeden auch gut lesbar: „Ascot is out, Longbeach is out“. Dann gab es da noch die „Langenbacher Mädels“, die sich als schneeweiße und plüschige Einhörner auf den Weg gemacht hatten – teils mit rosa, teils mit türkisen Hörnern.

Gar nicht süß, sondern superobergefährlich und megacool kamen die Immergrün-Schützen auf ihrem Wagen daher: als polizeiliche Spezialeinheit S.W.A.T. Das Longbeach Police Departement rückte – auch mit Bierflaschen – schwer bewaffnet an. Schwarze kugelsichere Schutzwesten inklusive. Auch die Nachbarn aus Zolling waren zahlreich und mit lauter Musik vertreten – Prinzenpaar, Garde und Teeniegarde waren gekommen.

Die Katholische Frauengemeinschaft Oberhummel hatte ein einfaches Motto gewählt: „Hummel-Ei“ stand auf dem Wagen zu lesen, der aufwändig hergerichtet war. Und dass alle Frauen als Hühner und Hennen verkleidet den Wagen begleiteten, machte aus der Gruppe einen der spektakulärsten Hingucker. Kurz danach folgte „Audi Kuh 6“, die laut Vaschingsferein Langenbach ebenfalls so ihre Abgasprobleme hatte.

Auf ein spezielles, unangenehmes Langenbacher Thema ging die Gruppe des Pfarrkindergartens ein: Ein Schlauchboot mit ganz vielen Spielen und Plüschtierchen darin stellte die Arche Noah da. Und die Aufschrift, mit der man klar machte, dass man die Personalprobleme des Kindergartens bekämpfen wolle (wir haben berichtet), lautete: „Wir lassen die Arche nicht untergehen.“


Andreas Beschorner

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