Grund zur Freude haben die Drittklässler der Grundschule Langenbach. Nicht nur, dass der Pausenhof demnächst schöner gestaltet werden soll – die Maßnahmen sind so zeitnah anvisiert, dass die Kinder selbst noch etwas davon haben dürften. Bürgermeisterin und bis dato Elternbeiratsvorsitzende Susanne Hoyer, 2. Bürgermeister Walter Schmidt und Klassleiterin Beate Erlacher (v. l.) präsentierten die Pläne am Dienstag auf dem Hof. foto: eser

Langenbacher Pausenhof: Vom Stolperstein zum Spieleparadies

Langenbach - Neuer Boden, neues Spielgerät und sogar ein Bolzplatz: Der Pausenhof der Grundschule in Langenbach soll nicht nur eine Schönheitskur erhalten, sondern sogar größer werden. Das Beste für die Kinder: Bereits nächstes Jahr sollen Ergebnisse zu sehen sein.

Susanne Hoyer muss erst einmal tief Luft holen, ehe sie über den Zustand des Pausenhofs spricht. Denn die Liste der Mängel im Außenbereich der Langenbacher Grundschule ist so umfangreich, dass die Bürgermeisterin und bis dato Elternbeiratsvorsitzende beim Aufzählen einen langen Atem benötigt. Der Bereich ist so schmal geschnitten, dass sich die Kinder oft in die Quere kommen: Der Bodenbelag ist zum Spielen so ungeeignet, dass man Pedalos und Stelzen getrost im Geräteraum stehen lassen kann, und im Pflaster sind inzwischen so viele Stolperfallen eingebaut, dass das Laufen im Hof derzeit verboten ist. Die Wiese erinnert mehr an einen Acker als eine Spielfläche und ist daher oft gesperrt. Dazu kommt, dass schöne Flächen neben und hinter der Turnhalle komplett brachliegen. Hoyers Fazit: „Es muss endlich etwas Sinnvolles gemacht werden.“

Dass der Pausenhof in die Jahre gekommen ist, weiß die Schulfamilie nicht erst seit gestern. Schon vor vier Jahren wurden unter Einbeziehung von Lehrern, Eltern und Kindern Ideen gesammelt und Pläne geschmiedet. „Bei den Schülern stand auf Platz 1 ein Trampolin, dicht gefolgt von einem Schwimmbad“, sagt Hoyer und lacht. Auch wenn diese Wünsche nicht erfüllbar sind, so ist doch vieles andere möglich. Das Konzept, das die Rathauschefin zum „superguten Freundschaftspreis“ in Auftrag gegeben hat, stellte sie am Dienstag vor. Der Boden soll saniert, der Pausenhof um neue Spielgeräte bereichert werden. Die brachliegende Grünfläche des ehemaligen Schulgartens neben der Turnhalle könnte zum Bolzplatz umfunktioniert werden, im hinteren Bereich sind Lehrerparkplätze denkbar.

Obwohl für Hoyer bereits feststand, dass sie einen Tag später aus dem Elternbeirat ausscheiden würde, hielt sie es für notwendig, ihren Rathaus-Stellvertreter Walter Schmidt zur Präsentation dazuzuholen. Schließlich wolle sie sich das Konzept nicht selbst überreichen - von Elternbeiratsvorsitzender zu Bürgermeisterin. Schmidt versprach denn auch, im Gremium Werbung für die Pausenhof-Pläne zu machen. „Ich bin sicher, dass wir das bei den Haushaltsverhandlungen berücksichtigen.“

Wie teuer es wird, hängt vor allem davon ab, wie weit man das vorliegende Konzept umsetzt. Laut Hoyer können die Kosten zwischen 30 000 und 250 000 Euro liegen. Entscheidend sei, dass man die verschiedenen Module nicht auf einmal realisieren müsse. Hoyers Wunsch: „Schön wäre es, wenn wir nächstes Jahr den Boden sanieren und das neue Spielgerät einweihen könnten.“ Bei der Anschaffung von Letzterem seien auch Spenden gern gesehen.

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