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Die Führungscrew der Lebenshilfe mit Gerd Beubl (Beisitzer), Oliver Klingenberger (Kassier), Manuela Mühlhammer, Robert Wäger (stellvertretender Vorsitzender), Vorsitzende Monika Haslberger, Andreas König (Beisitzer), Beate Irmler (Schriftführerin), Angela von Müffling-Tietscher (Beisitzerin) und Katrin Tamm (Beisitzerin).

Mitgliederversammlung

Lebenshilfe Freising: Kritik am neuen Teilhabe-Gesetz

Dass die Teilhabe behinderter Menschen am gesellschaftlichen Leben gelingt, dafür haben sich die Mitglieder der Freisinger Lebenshilfe wieder kräftig ins Zeug gelegt. Bei der Versammlung gab‘s aber auch Kritik.

Freising – In der Lebenshilfe-Zentrale an der Gartenstraße wird das Engagement von über 800 Mitarbeitern koordiniert. Bei der Jahreshauptversammlung am Mittwoch zogen Vorsitzende Monika Haslberger und Geschäftsführer Michael Schwaiger Bilanz.

Die Lebenshilfe Freising ist Träger von Frühförderstellen, Kinderkrippen, Kindertagesstätten, Schulen, Förder- und Werkstätten sowie von Wohneinrichtungen. Für die Bewohner des Hermann-Altmann-Hauses gab es in diesem Sommer etwas ganz Besonderes zu feiern: Sie konnten den Neubau am Kirchberg in Sünzhausen beziehen. Zeitplan und Kostenrahmen des 4,8 Millionen teuren Projektes (3,2 Millionen Fördermittel) seien eingehalten worden, lobte Schwaiger. Ein weiteres „Großprojekt“ beschäftigt den Verein noch nach Fertigstellung: der Neubau des Bildungszentrums an der Gartenstraße (BIG). Derzeit bemühe man sich, in Sachen Raumkonzept tragfähige Lösungen zu finden, betonte der Geschäftsführer.

Mehr als 300 Läufer seien beim „Lebenslauf“ am vergangenen Sonntag an den Start gegangen. Knapp 2000 Runden wurden von den einzelnen Teams zurück gelegt. Damit seien rund 30 000 Euro an Spenden für die Stiftung Lebenshilfe „erlaufen“ worden. „Ein großer Erfolg“, so der Geschäftsführer. Mit den beiden Integrationsprojekten „Viva Vita (Tagungshaus) und „Servita“ (Grünpflege, Garten- und Landschaftsbau, Reinigung) sei man auf gutem Weg. Langfristig möchte man deren wirtschaftliche Unabhängigkeit von der Lebenshilfe erreichen.

Wie sehr Bildungszentrum und Werkstatt an der Gartenstraße mittlerweile an einem Strang ziehen, das verdeutlichte der Geschäftsführer der Isar Sempt Werkstätten, Albert Wittmann. Bisher sei es schwer gewesen, „Brücken“ zu schlagen. Doch mit dem neuen Kopf der Geschäftsführung würden „Mauern“ verschwinden, bedankte sich Wittmann bei Michael Schwaiger für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Weniger rosig sieht Wittmann die Zukunft für die Behindertenarbeit im Hinblick auf das neue Gesetz zur Stärkung der Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen (BTHG), das im Juli in Kraft getreten sei. Vom Gesetzgeber als zeitgemäßere Gestaltung und bessere Nutzerorientierung deklariert, sei bei genauerer Betrachtung erkennbar, dass es sich hier um eine „Sparmaßnahme“ handele.

Im Endeffekt ziele alles darauf hin, dass weniger Menschen die Einrichtungen für Behinderte besuchen könnten, vermutet Wittmann. „Sehr bedenklich, sehr traurig“, so kommentierte Wittmann das neue Gesetz. Die Lebenshilfe Freising wird sich allerdings kritisch damit auseinandersetzen. Denn schon im November wird man eine Arbeitsgruppe mit dem Titel „Zukunft Lebenshilfe – was bringt das neue BTHG?“ gründen.

Die Vorstandschaft mit Monika Haslberger an der Spitze und Robert Wäger als stellvertretendem Vorsitzenden wurde von den Mitgliedern bestätigt. Das Vertrauen erhielt auch Schatzmeister Oliver Klingenberger. 

Maria Martin

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