Die „E-Mademoiselles“: Lena Schnitzer (l.) aus Marzling übernahm selbst die musikalische Umrahmung ihrer Vernissage. Das Streichquartett spielte auf elektronischen Instrumenten. Danach folgten die Besucher dem roten Faden. Foto: leh

Lena Schnitzers Jahr bei "3klang"

Freising - Was sie in ihrem Freiwilligen Sozialen Jahr bei "3klang" erlebte, hat Lena Schnitzer mit ihrer Kamera festgehalten. Die Fotografien hat sie jetzt im Alten Gefängnis präsentiert.

Es ist wie in der Sage von Ariadne und dem Minotaurus: Ein roter Faden führt von Raum zu Raum und in einem Rundgang auch wieder heraus. Lena Schnitzer (19) ist in diesem Fall die Ariadne, das Labyrinth, in dem das Ungeheuer Minotaurus wohnt, sind das Alte Gefängnis und Fotografien - Bilder, die die Marzlingerin Schnitzer während ihres Freiwilligen Sozialen Jahrs (FSJ) im Bereich Kultur bei „3klang“ gemacht und am Wochenende der Öffentlichkeit präsentiert hat. Titel: „(M)ein Jahr im Einklang mit 3klang“.

Eindrücke von Schülern beim Üben - mal freudig, mal konzentriert -, Bilder von Festen beim Kultuverein, Fotos von Konzerten und Auftritten der vergangenen zwölf Monate - das ist es, was Schnitzer selbst bei der Vernissage am Freitagabend den „dokumentarischen Teil“ ihrer Ausstellung nannte.

Ein Raum ist aber auch dem „künstlerischen Teil“ gewidmet - großformatige Fotos von Detailaufnahmen. „3klang“-Vorsitzender Gottfried Herrmann, im vergangenen Jahr der „Chef“ von Schnitzer, sagte, die Ausstellung lasse viele schöne Erinnerungen und tolle Konzerte wieder aufleben, seien doch ganz besondere Momente und Stimmungen festgehalten. Über Schnitzer berichtete Herrmann, wie sie anfangs noch etwas schüchtern war, im Lauf des Jahres aber ihren Platz bei „3klang“ gefunden habe, selbstbewusster geworden sei und jetzt auch Konflikten nicht mehr aus dem Weg gehe. Schnitzer, die als eine von vier „E-Mademoiselles“ - ein Streichquartett mit elektronischen Instrumenten - die Ausstellung auch musikalisch umrahmte, wird aber auch nach ihrem FSJ der Musik treu bleiben: Gerade hat sie die Aufnahmeprüfung für die Berufsfachschule für Musik in Plattling bestanden und wird dort ihre Ausbildung beginnen.

Über das Zusammenspiel von Musik und Ausstellung am Freitag im Alten Gefängnis freute sich auch Freisings Dritter Bürgermeister Benno Zierer: Musik und Fotos gemeinsam - das sei „eine feine Sache“. Zierer wünschte sich, dass der rote Faden im übertragenen Sinn noch dicker werde, um die Freisinger Kulturschaffenden noch enger zu verbinden. (zz)

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