+
Die Lerchenfelder Garde freut sich auf den Faschingsendspurt – und auf weitere Termine in der nächsten Saison: Helena Coler, Annika Mannott, Kristina Steinbauer, Bernadette Müller, Selma Meindl, Julia Torka und Barbara Müller (v. l.).

Faschingsendspurt

Lerchenfelder Garde bringt Freising auf Touren

  • schließen

Freising - Acht tanzbegeisterte Mädels aus Lerchenfeld gehen seit Neuestem in der Domstadt auf Tournee. Ihre Mission: Den Fasching in Freising nicht ganz sterben zu lassen.

Im vergangenen Jahr war es, als die Lerchenfelder Garde Premiere feierte und beim Pfarrfasching von St. Lantpert mit ihrem ersten Programm begeisterte: „Es war ein großartiger Auftritt“, erinnert sich Hilde Meindl. Die Lerchenfelderin ist seit Jahrzehnten in der Pfarrei aktiv und gestaltet auch den Fasching dort mit. Stolz ist Hilde Meindl vor allem, dass ihre Enkelin Selma (17) mit von der Partie ist. „Wir haben eine Riesenfreude dabei, wenn wir die Programme erarbeiten und vorbereiten.“ 

„Wir“ – das sind außer Selma Meindl die faschingsbegeisterten Bernadette Müller, Helena Coler, Julia Torka, Kristina Steinbauer, Annika Mannott, Manuela Eisenmann und Barbara Müller (22), die als guter Geist die Truppe begeleitet, sie quasi „managt“. Sie kümmert sich um das, was hinter den Kulissen notwendig ist: „Ich mach’ alles, was an Verwaltung zu erledigen ist.“ Barbara Müller freut sich schon auf die Zukunft. Denn in den vergangenen Jahren habe sich bereits bei Vorgängerformationen gezeigt, dass so eine Truppe beim Publikum gut ankomme. So war man heuer neben den Pfarrfaschings-Auftritten auch beim Fasching der Lebenshilfe und dem der Agenda 21-Projektgruppe „Senioren“ aktiv. Und am Dienstag folgt noch eine größere Nummer: Die Lerchenfelder Garde wird beim bunten Faschingstreiben auf dem Freisinger Marienplatz zu sehen sein. 

Die acht Mädels kommen aus den verschiedensten Tanzrichtungen. „Sie sind noch Schülerinnen oder stehen teilweise schon in Ausbildung“, erzählt Barbara Müller. Und Selma Meindl ergänzt: „Viele, die mitmachen oder schon mitgemacht haben, sind tanzerprobt. Sie waren früher im Ballett oder tanzten in Hip-Hop-Gruppen.“ Sie alle hätten ein Ziel: den Fasching in Freising weiterleben zu lassen. „Es wäre doch schade, wenn es so etwas nicht mehr geben würde.“ Dafür trainieren sie hart: seit Oktober 2015 ein- bis zweimal pro Woche, in der heißen Phase jeden Tag. 

Die Lerchenfelder Garde ist eine absolute Selfmade-Truppe: „Von den Kostümen über die Musikauswahl bis hin zur Choreographie arbeiten alle Hand in Hand“, erklärt Barbara Müller. Und wenn mal bei der Herstellung des Outfits Not am Mann ist, holt man sich erfahrene Hilfe von Zuhause – wie etwa bei Hilde Meindl, die schon mal was ändert oder umnäht, wenn’s pressiert. Im übrigen finanziert sich die Truppe ihre Unkosten selbst – aus den Einnahmen, die sie über Auftritte reinbekommen. 

Trotz aller Euphorie des Augenblicks möchte Barbara Müller aber auch die Zukunft nicht vergessen: „Noch ein paar Mitglieder mehr ist ja nie verkehrt.“ Denn immerhin ist nicht gesagt, dass die Truppe so, wie sie im Moment besteht, auch dauerhaft bei der Stange bleibt: der Beruf, der Abschluss der Ausbildung oder ein angehendes Studium könnten da reinfunken. Deshalb appelliert Müller an alle: „Wer Lust und Spaß an Fasching, Tanz und Gemeinschaft hat, der ist herzlich eingeladen, bei der Lerchenfelder Garde mitzumachen – auch die Burschen.“

Gut zu wissen 

Interessiert? Kontakt zur Lerchenfelder Garde kann man per E-Mail an barbara-mueller-93@gmx.de knüpfen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Eching geht in die Offensive
Eching/Unterschleißheim – Nachdem bislang nur einige kritische Worte gefallen sind, geht die Gemeinde Eching jetzt aktiv gegen den geplanten Umbau der A 92-Ausfahrt …
Eching geht in die Offensive
Keine neue Abflugroute
Neufahrn – Die Aufregung über mutmaßlich geänderte Flugrouten ist groß. Bei der Gemeinde gingen jüngst eine ganze Reihe von Beschwerden ein, weil plötzlich regelmäßig …
Keine neue Abflugroute
Georg Schönberger (†): Ein Künstler, der stets erdverbunden geblieben ist
Volkmannsdorf - Er hinterlässt der Nachwelt unzählige Bilder, Skulpturen und Mosaike: Im Alter von 81 Jahren ist jetzt der Volkmannsdorfer Maler Georg Schönberger …
Georg Schönberger (†): Ein Künstler, der stets erdverbunden geblieben ist
„Wer sonst, wenn nicht wir?“
Es fehlt an Personal, Geld und Zeit. Immer mehr Aufgaben haben Lehrer zu bewältigen – die Akzeptanz und der Respekt lassen aber zu wünschen übrig, moniert die …
„Wer sonst, wenn nicht wir?“

Kommentare