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Den Mut, Entscheidungen gegen den Trend zu treffen, wünschte Startbahn-Seelsorger Sebastian Lenz den Verantwortlichen. Das bedeutet für ihn: Nein zur 3. Startbahn.

Lichterzeichen gegen die 3. Startbahn

Standhaft im strömenden Regen

Freising - Der strömende Regen konnte sie nicht aufhalten: Rund 300 Menschen haben am Sonntagabend mit einer Lichterzeichen-Aktion gegen den Bau der 3. Startbahn protestiert. Die Redner fanden deutliche Worte.

„Gehen wir los in Gottes Namen!“ Dem Appell von Pfarrer Thomas Prusseit folgten am Sonntagabend rund 300 Freisinger. Sie machten sich von der evangelischen Kirche an der Saarstraße auf, um ihren friedlichen Protest gegen die Dritte Startbahn mit Lichtern in die Mitte der Stadt zu tragen. Dort erwartete sie der neue Startbahn-Seelsorger der Erzdiözese München-Freising, Sebastian Lenz. Gemeinsam mit der Chorgemeinschaft St. Georg zelebrierte dieser eine eindringliche Andacht für die Bewahrung der Schöpfung.

„Wenn man etwas als gut erkannt hat, dann muss man es umsetzen“, betonte Pfarrer Thomas Prusseit vor den Gläubigen in der Christi-Himmelfahrtskirche. Dies gelte im Besonderen für die Bayerische Staatsregierung, die doch explizit vor Klimaerwärmung warne. Vom derzeit herrschendem Konsumstil müsse man sich verabschieden, vielmehr sollte der Wohlfahrtsgedanke gestärkt werden. „Ein Umdenken ist angesagt“, betonte Prusseit.

Trotz strömenden Regens machten sich die Gläubigen im Anschluss auf zum Schweigemarsch in Richtung Marienplatz. Startbahn-Seelsorger Lenz sprach den Anwesenden aus der Seele, als er an die christliche Verantwortung erinnerte, die Schöpfung für die nachfolgenden Generationen zu erhalten. „Wir sind verbunden mit allen Geschöpfen. Wir sollten nicht über die Erde herrschen, sondern diese beschützen“, betonte Beck. Er wünschte den Verantwortlichen „Mut“, Entscheidungen gegen den Trend zu treffen. Es gebe Worte, die mehr seien als zusammengesetzte Buchstaben. Worte, die einen Mehrwert hätten. Eines davon heiße „Nein“.

Dass dieses „Nein zur Dritten Startbahn“ Bestand haben werde, das drückte Martin Bauer von der Bürgerinitiative deutlich aus. Man werde auch weiterhin Schweigemärsche abhalten. Die Lichterzeichen werden einmal im Quartal stattfinden. Jedoch meinte er, dass man „nicht mehr lange“ gehen müsse. „Ich bin der ganz festen Überzeugung, dass diese dritte Bahn nicht gebaut wird.“

Maria Martin

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