Begutachten gemeinsam das immer noch im Einsatz stehende LF8 bei ihrem Besuch in Majs: (v. l.) Bürgermeister Sebastian Thaler (musste zuvor Kostproben beim Kesselgulasch-Wettbewerb nehmen, deshalb der Löffel), Vorgänger Josef Riemensberger und die ungarische Bürgermeisterin Krisztina Polya.

Feuerwehr Eching 

Löschfahrzeug-Tausch mit Ungarn

Altgedient und gut in Schuss gegen historisch und museumsreif – so könnte man den beschlossenen Austausch zweier Feuerwehrautos beschreiben, die nach ihrer Außerbetriebnahme in Eching bei der ungarischen Partnergemeinde Majs gute Dienste geleistet haben – beziehungsweise demnächst leisten sollen.

Eching – Bereits vor 20 Jahren trat ein ausrangiertes, aber voll funktionstüchtiges Fahrzeug, ein LF8 (Löschgruppenfahrzeug), Baujahr 1976, seine 800 Kilometer lange Reise zu den ungarischen Freunden an. Damit wurde die bis heute bestehende und stetig gewachsene Partnerschaft zwischen Eching und Majs weiter vertieft. Das heute 41-jährige Löschfahrzeug ist in Ungarn immer noch im Einsatz und bestens gepflegt und gehegt, wie sich im vergangenen Herbst die Echinger Besuchsgruppe mit Altbürgermeister Josef Riemensberger und Nachfolger Sebastian Thaler an Ort und Stelle überzeugen konnte.

Dieser Oldtimer geht nun wieder “retour“ – und in Besitz des Echinger Feuerwehrvereins über, so der einstimmige Beschluss des Gemeinderats. Im Gegenzug erhält die Partnergemeinde in Ungarn ein abgeschriebenes LF16 der Dietersheimer Wehr, das 30 Einsatzjahre hinter sich hat.

Georg Bartl (CSU) machte seine Zustimmung davon abhängig, dass diese Schenkung ohne jedwede finanzielle Belastung der Gemeindekasse abgewickelt wird. Dies konnte Bürgermeister Sebastian Thaler klar zusichern und bestätigte, dass etwaige Folgekosten von der FFW Eching getragen werden.

Bei der Echinger Frühjahrsschau am 1. April sollen der Fahrzeugwechsel dann öffentlich vollzogen werden. Anschließend soll das 1976er Löschfahrzeug einen Platz in der Zelthalle hinter dem Feuerwehrgerätehaus an der Waagstraße erhalten. Diese wurde während des Umbaus des Echinger Feuerwehrhauses als provisorischer und witterungsfester Unterstand zunächst gemietet und im Anschluss gekauft, weil die Feuerwehr dauerhaften Bedarf für zusätzliche Überdachungen angemeldet hatte.

Der Standort für das „Museumsstück“ stieß beim Günzenhauser CSU-Gemeinderat und Vorsitzendem des dortigen Feuerwehrvereins, Bernhard Wallner, auf Unverständnis und Kritik. Im Kern geht es ihm darum, dass seiner Ansicht nach bei den beiden Ortswehren in Eching und Günzenhausen mit zweierlei Maß gemessen werde. Denn: Von Seiten der Günzenhauser wird immer noch um Platz und Zufahrt im geplanten Feuerwehrhaus für einen dritten Einsatzwagen gerungen. Dazu steht eine Entscheidung im Gemeinderat noch aus und wird auch erst nach abgeschlossener Bedarfsanalyse gefällt. Den von Wallner gesehenen Zusammenhang zwischen der Unterbringung in einem Teil des vorhandenen Baubestands auf der einen Seite und der Dimensionierung und den Kosten für ein neues Feuerwehrhaus auf der anderen vermochte Bürgermeister Sebastian Thaler nicht nachzuvollziehen. Wallner erhielt moralische Unterstützung von Fraktionskollegen und –sprecher Georg Bartl, während der junge Gemeinderat Leon Eckert Thalers Sichtweise teilte und Wallner mit deutlichen Worten aufforderte, „aus so einer Lappalie kein Kapital schlagen zu wollen“.

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