Weißwurst-Symposium 

Der Löwenwirt hört auf

Das weltweit einzige Weißwurstdenkmal gehört Günter Wittmann: Aufgestellt wurde es vor 15 Jahren, als Wittmann noch Pächter der Aktienschänke war. Jetzt steht es vor dem Löwenwirt. Doch bald wird es wieder umziehen.

Freising – Günter und Beate Wittmann verlassen nach 32 Jahren Freising und sind ab Juni die neuen Wirtsleute in der Moosburger Kegelhalle. Und das Weißwurstdenkmal wird mit umziehen.

Bekannt gegeben hat das Wittmann gestern, als auf Einladung des CSU-Bundestagsabgeordneten Erich Irlstorfer der 15. Geburtstag des Weißwurstdenkmals und der 160. Geburtstag der Weißwurst bei einem Weißwurst-Symposium gefeiert wurde. Oder, wie es Irlstofer ausdrückte: Als vom bayerischen Brauchtum nicht nur geredet, sondern die weiß-blaue Tradition auch gelebt wurde.

Da waren zunächst die Holledauer Hopfareißa, die zünftig aufspielten, da war Irlstorfer selbst, der manch einen Witz zum Besten gab, und da war die Nandlstädter Narrhalla. Vor 15 Jahren, als das von Friedhold Metz initiierte und von den Gebrüdern Forster sowie Manfred Kozel hergestellte Weißwurstdenkmal eingeweiht wurde, da tanzte noch die Freisinger Narrhalla. Jetzt hat Freising bekanntlich keine Narrhalla mehr und erst recht keine Garde. Irlstofer hatte also die Nandlstädter Narrhalla engagiert, die auf der Landshuter Straße ihr Programm zeigte – umringt von den begeistert mitklatschenden Gästen.

Tradition gelebt wurde gestern auch durch die zahlreichen Vereine, die zum Weißwurst-Symposium eingeladen waren – von den Jagdhornbläsern über Almrausch Edelweiß bis hin zu den Isartalern aus Moosburg. Und sie alle waren es, die dann nach dem Auftritt der Nandlstädter Narrhalla vor und neben dem Weißwurstdenkmal Aufstellung nahmen, um die Bayernhymne zu intonieren.

Und alles zu Ehren der Weißwurst, die, so zitierte Irlstorfer seinen Vater, einen Metzgermeister, „eine Matz“ sei. Ach ja: Das Verzehren der Weißwurst samt süßem Senf und Brezn durfte an jenem Brauchtumsvormittag selbstverständlich nicht fehlen. „Extra Bavariam, nulla est vita“ eben. Außerhalb von Bayern gibt es kein Leben. Oder zumindest keine echten Weißwürste.

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