Lärmschutz in Schweitenkirchen: Das sagen Popp und Daniel dazu

„Mal schauen, ob und wann das kommt“

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Die A 9 macht Lärm. Schweitenkirchen im Landkreis Pfaffenhofen soll als Pilotprojekt eine „mobile Lärmschutzwand“ bekommen. So hat es CSU-MdB Erich Irlstorfer verkündet (wir haben berichtet). Und was ist mit Paunzhausen und Allershausen? Das FT hat nachgefragt.

Allershausen/ Paunzhausen – Albert Vogler ist Bürgermeister von Schweitenkirchen und hat vergangene Woche eine gute Nachricht erhalten: Seine Gemeinde, die in den 90er Jahren aus den Lärmschutzmaßnahmen entlang der A 9 herausgefallen war und die eigentlich erst bei einem Vollausbau der A 9 mit acht Spuren Lärmschutzmaßnahmen bekommen hätte, kann nun nach langem Kampf und noch längeren Gesprächen in Berlin und München hoffen, zum Pilotprojekt zu werden.

Sollte die Gemeinde den notwendigen Grund erwerben können, sollen dort nämlich mobile Lärmschutzwände installiert werden, hat CSU-Bundestagsabgeordneter Erich Irlstorfer mit CSU-Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt ausgehandelt. Voglers Kollegen in Paunzhausen, Johann Daniel, und Allershausen, Rupert Popp, „gönnen“ Schweitenkirchen diesen Erfolg, wie es Popp ausdrückte, sprachen davon, dass das „schön und wunderbar“ wäre, wie Daniel sagte. Man ist Vogler und den Schweitenkirchenern in keiner Weise neidisch, zumal sowohl Popp als auch Daniel (beide sind Freie Wähler) noch nicht so recht daran glauben mögen. „Solche Ankündigungen habe ich schon oft gehört“, erinnert sich Daniel. Und: „Mal schauen, ob und wann es wirklich kommt“, so Popp.

Nicht eingeweiht

Beide wollen nichts unterstellen, fühlen sich in ihrer Skepsis aber dadurch bestärkt, dass eben Wahlkampf ist. Gewusst von dieser Lösung für Schweitenkirchen, mit dem die beiden Ampertalgemeinden seit vielen vielen Jahren gemeinsam um besseren Lärmschutz an der A 9 kämpfen, haben weder Daniel noch Popp. Beide haben es aus der Zeitung erfahren. Dass die Pfaffenhofener Gemeinde in den Genuss dieser Maßnahme kommen soll, Paunzhausen und Allershausen aber nicht, kann man sich nicht so recht erklären. Außer vielleicht damit, dass Kollege Vogler eben „ein strammer CSU‘ler“ sei, wie es Popp formuliert.

Während Popp sagt, dass der Lärmschutz für den Hauptort Allershausen „ganz gut“ sei und man lediglich den Lärmschutz um rund einen Kilometer nach Norden verlängern könnte, hat Daniel mit dem Ortsteil Johanneck ein echtes „Problemkind“, für das es noch gar keinen Lärmschutz gebe. Wenn nun bei Schweitenkirchen das Pilotprojekt realisiert würde, dann sei das freilich gut, weil sich ja dann auch Paunzhausen darauf berufen und daran anhängen könne.

Und nicht nur Paunzhausen: „Wenn das so ist, dann haben Irlstorfer und Dobrindt für ganz Deutschland ein Fass aufgemacht“, so Daniel. Und auch Popp prophezeit: „Wenn das so funktioniert, werden Tausende kommen.“ Irlstorfer hat das freilich bereits verneint und betont, dass die Schweitenkirchener Lösung „kein Präzedenzfall“ sei. Doch der Freisinger Landtagsabgeordnete Benno Zierer (FW) fordert in einer Stellungnahme, dass Irlstorfer auch für Paunzhausen und Allershausen „innovative Lösungen“ präsentieren solle. Zierer erinnert daran, dass die CSU im Landtag sämtliche Bemühungen für einen besseren Lärmschutz an den Autobahnen abgeschmettert habe. Die Freien Wähler hätten bereits im Jahr 2014 gefordert, die Staatsregierung solle sich für einen achtspurigen Ausbau der A 9 zwischen Allershausen und dem Dreieck Holledau mit vollem Lärmschutz einsetzen. Als Zwischenlösung habe er, Zierer, eine nächtliche Geschwindigkeitsbegrenzung vorgeschlagen.

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