Jahreshauptversammlung der Zollinger Feuerwehr 

Manche Szenen bleiben im Gedächtnis

Zolling – Richtig viel Arbeit hatte die Feuerwehr Zolling heuer zu verrichten. Über 2500 Stunden an Arbeit seien da entstanden. Dafür erhielten die Floriansjünger viel Lob – auch, was die Zukunft betrifft.

Eine ganze Reihe von schwierigen Einsätzen hat die Freiwillige Feuerwehr Zolling im zurückliegenden Jahr gemeistert. Zehn Mal musste zu Brandeinsätzen ausgerückt werden, 14 mal wurde technische Hilfe geleistet. Ein Großteil der Einsätze hatte es in sich – bei der Jahreshauptversammlung zog Kommandant Martin Ester Bilanz. Manche Szenen, die sie heuer zu sehen bekamen, werden den Zollinger Floriansjünger wohl länger vor Augen bleiben. Bei einem tragischen Unfall auf einer Baustelle wurde im Mai ein Bauarbeiter von einer Betontreppe begraben, bei einem Wohnungsbrand im Februar konnte der Bewohner nur noch tot geborgen werden, ein schwerer Verkehrsunfall auf Höhe von Flitzing machte die Alarmierung eines Rettungshubschraubers nötig und bei einem Großbrand in Mittermarchenbach konnte eine landwirtschaftliche Halle nicht mehr vor den Flammen gerettet werden. „Auch solche Einsätze gehören zu unserer Arbeit“, sagte Kreisbrandrat Helmut Baur bei der Jahreshauptversammlung der Wehr. „Manchmal können wir nur noch die Toten anschauen.“

2504 Gesamtstunden listete Kommandant Martin Ester auf. Ein ganz erheblicher Stundenaufwand sei bei der Pflege der Geräte und Fahrzeuge entstanden. Daher warf Ester die Frage auf, ob sich dieser Aufwand denn weiterhin ehrenamtlich bewältigen lasse. Denn: Um den guten Ausbildungsstand der Zollinger Wehr weiterhin aufrecht erhalten zu können, leisteten die Kameraden 422 Übungsstunden und 738 Stunden Ausbildung. Fast die Hälfte dieser Stunden seien bei der Jugendfeuerwehr geleistet worden.

Ganz viel Lob von Seiten des Zollinger Bürgermeisters Max Riegler gab es daher für die engagierte Arbeit im Nachwuchs. Jugendwart Wolfgang Westermeier zeige, dass durch gute und aktive Jugendarbeit Nachwuchsprobleme in den Feuerwehren gelöst werden könnten. Man habe an Wettbewerben teilgenommen und auch die Geselligkeit gepflegt, betonte Westermeier.

Riegler lobte die Zollinger Wehr auch für die Erstellung eines schlüssigen Entwicklungskonzepts zur Fahrzeugneubeschaffung für einen neuen Gerätewagen Logistik GW-L2 und einen Mannschaftstransportwagen MTW. Es sei ein zukunftsgerichtetes Konzept erarbeitet worden, das die Gemeinde gerne unterstütze. Der Zuschussantrag sei fix und der Auftrag für die Erstellung der erforderlichen europaweiten Ausschreibung sei erteilt.

Was im zurückliegenden Jahr Probleme bereitet habe, sei die Alarmierung in der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber am Sägewerk gewesen, erinnerte Ester. Die Auslegung der Brandmeldeanlage müsse generell überdacht werden. Man sei zu mehreren Fehlalarmen ausgerückt und das in einer Alarmgruppe, die auch noch andere Wehren angefordert habe. „Hier müsse dringend etwas unternommen werden“, forderte auch Kreisbrandmeister Jakob Forster.

Maria Martin

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