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An der Bahnstrecke zwischen Freising und Marzling ist es zu einem Feuer gekommen (Symbolbild)

Mit dem Schrecken davongekommen 

Verdacht auf menschliches Versagen: Zug rast mit 120 km/h auf Feuerwehrkräfte zu

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Mit 120 km/h ist ein Zug auf Feuerwehrleute zugerast, die im Freising am Bahngleis zugange waren. Die Polizei ermittelt. Jetzt sprechen die betroffenen Einsatzkräfte.

Freising - „Es geht schon wieder“: Florian Bock, der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Marzling, war einer der beiden Feuerwehrmänner, die am Samstagabend bei einem Böschungsbrand-Einsatz an der Bahnstrecke Freising/Marzling beinahe vom herannahenden Regionalexpress 4081 erfasst worden wären. 

Und das, obwohl eigentlich die Strecke zu diesem Zeitpunkt wegen des FFW-Einsatzes noch offiziell gesperrt war. Nur mit Glück konnte er sich in Sicherheit bringen.

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Betroffener Feuerwehrmann geschockt

Der Marzlinger Gemeinderat Markus Daubener, der am Samstagabend auch bei dem Einsatz vor Ort war, sei in der ersten Minute ebenfalls geschockt gewesen, wie er berichtete: „Alle am Gleis beschäftigten Wehrmänner konnten sich Gott sei dank geistesgegenwärtig in Sicherheit bringen.“ Auch vor dem zerrissenen Schlauch, der zurückschlug: „Der stand unter Druck und hätte ja auch noch jemanden treffen können.“ 

Indessen laufen die Ermittlungen und Erhebungen der zuständigen Sicherheitsbehörde auf Hochtouren: Wie der Pressesprecher der zuständigen Bundespolizei, Wolfgang Hauner, erklärte, treffe weder den Fahrdienstleiter noch den Fahrzeugführer des RE 4081 eine Schuld: „Da muss wohl was in der Zentrale in München schief gelaufen sein“, meinte er. 

Polizei glaubt an „menschliches Versagen“

Genauere Hinweise gibt es nicht. Auf alle Fälle aber ermittle man in Richtung „menschliches Versagen“. Pressesprecher Wolfgang Hauner selbst bedauerte den Vorfall mit dem Regional-Express: „So etwas dürfte nicht passieren.“Und er betonte nochmals: Die Strecke war wegen des FFW-Einsatzes gegen 21 Uhr gesperrt worden. 

Der Regionalexpress wartete in Langenbach auf die Weiterfahrt. Eine halbe Stunde später sprang das Signal auf Grün um, und der Zug fuhr: „Und das hätte nicht freigegeben werden dürfen“, meinte Wolfgang Hauner am Montag auf Nachfrage. Dennoch werde man alles dafür tun, um die Schuldfrage so schnell als möglich zu kläre

Erstmeldung: Pilot hat das Feuer entdeckt

Freising/Marzling - Während des Landeanflugs auf den Münchner Flughafen hat ein Pilot am frühen Samstagabend gegen 18 Uhr entlang der Bahnstrecke Freising-Marzling Rauch entdeckt. Er meldete den Vorfall - woraufhin die Feuerwehren aus Marzling und Freising anrückten.

Wie die Freisinger Polizei berichtet, waren vor Ort tatsächlich mehrere kleine Böschungsbrände auf einer Fläche von rund 200 Quadratmetern festzustellen, „die vermutlich aufgrund eines Lagerfeuers entstanden waren“. Die Bahnstrecke wurde ab 18.55 Uhr für rund eine Stunde gesperrt.

Pilot entdeckt Feuer bei Anflug auf München: Zug rast mit Tempo 120 auf Löschkräfte zu

Für die gleisnahen Löscharbeiten musste im Bereich Marzling ein Feuerwehrschlauch quer über die Schienen gelegt werden. Es befanden sich zudem mehrere Feuerwehrkräfte im und am Gleis. 

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Dann kam es zu einem gefährlichen Zwischenfall: Trotz der Vollsperrung rauschte gegen 19.30 Uhr der Regionalexpress RE 4081 heran - nach ersten Ermittlungen mit einer Geschwindigkeit von rund 120 Stundenkilometern. Zwei Einsatzkräfte der Feuerwehr konnten sich nur durch einen reaktionsschnellen Sprung retten. Sie kamen mit dem Schrecken davon. Der unter Druck stehende Feuerwehrschlauch wurde durch das Überfahren jedoch abgerissen.

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Bundespolizei ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in Bahnverkehr

Die für Bahnanlagen zuständige Bundespolizei hat inzwischen Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet. Die Beamten versuchen zu klären, warum der Regionalexpress trotz gesperrter Strecke unterwegs war.

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