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Gemeinderat Marzling

Räte wünschen sich eine S-Bahn-Station

Da waren sich die Marzlinger Gemeinderäte einig: aufgrund der gesundheitlichen Auswirkungen des Fluglärms sowie der Fein- und Ultrafeinstaubbelastung im Umland des Verkehrsflughafens München sei eine dritte Start- und Landebahn abzulehnen. Dies bekräftigte das Gremium in der Gesamtfortschreibung des Regionalplans München.

Dieter Werner: Manchmal hohe Feinstaub-Belastung am Sportplatz.

Marzling – Darüber hinaus fordert die Gemeinde Marzling ein regelmäßiges Monitoring, bei dem die jeweils aktuellen Messergebnisse in Sachen Ultrafeinstäube dargelegt würden. „Es gibt Wetterlagen, in denen auf unserem Sportplatz sehr hohe Belastung an Ultrafeinstaubpartikeln gemessen wird“, sagte Bürgermeister Dieter Werner. Als einzige der 24 Landkreisgemeinden ist Marzling Mitglied beim Freisinger Bürgerverein zur Vermeidung von Lärm und Schadstoffbelastung. Daher habe man auch die Möglichkeit, mittels eines Ultrafeinstaub-Messgerätes genaue Werte ermitteln zu lassen. Die derzeitige Auslastung des Flughafens rechtfertige den Bau der dritten Startbahn nicht.

Die Bemühungen der Flughafenbetreiber sollten daher der Optimierung der bereits vorhandenen Start- und Landbahnen gelten, so die Meinung der Räte. Befürwortet wurde jedoch eine eigene S-Bahn-Station in Marzling. Dadurch erwarte man eine bessere Schienenanbindung nach Freising und München. Allerdings dürfe es dann zu keinerlei Einschränkung bei den Nahverkehrszügen kommen. „Denn dann wären unsere Pendler, die jeden Tag nach München müssen, benachteiligt“, sagte Werner. Im Regionalplan wird in Sachen bezahlbarer Wohnraum auch eine Verstärkung der Bemühungen um die Schaffung öffentlich geförderten Wohnungsbaus betont.

Der Gemeinderat begrüßte diese Festlegung und wies darauf hin, dass er Sorge tragen werde, bei künftigen Bebauungsplänen über 50 Wohneinheiten auch Flächenanteile für den sozialen Wohnungsbau zu berücksichtigen.                                                                                                     Maria Martin

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