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In Marzling sind die Leuchten zu hell und die Straßen zu staubig

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Rotes Feuerwehrhaus
Drei große Lampen würden das neue Feuerwehrhaus viel zu stark illuminieren: Das jedenfalls fand ein Marzlinger, der seinen Unmut der Gemeinde schilderte. © Lehmann

Grelle Leuchten und eine staubige Kiesstraße: Damit konfrontierten die Marzlinger Bürger ihren Gemeinderat.

Marzling - Zu helle und grelle Leuchten am Feuerwehrhaus, eine staubige Straße ohne Belag und ein abgesagter Weihnachtsmarkt: Bei der jüngsten Marzlinger Gemeinderatsitzung beschäftigten sich die Räte mit allerlei Bürgeranfragen, bei denen auch ein Anwohner ausnahmsweise mitdiskutieren durfte.

Viel zu grelle Lampen am Feuerwehrhaus

Drei große Lampen würden das neue Feuerwehrhaus viel zu stark illuminieren, das jedenfalls befand ein Marzlinger Bürger, der seinen Unmut via E-Mail ausgedrückt hat. Es sei viel zu grell und im Grunde Lichtverschmutzung, gegen die das Rathaus vorzugehen habe, schrieb er. Bürgermeisterin Roswitha Apold (PB) verwies darauf, dass die FFW-Haus-Beleuchtung aktuell wohl noch auf 100 Prozent laufe, aber noch nachjustiert werde. Hier hakte auch gleich Thomas Sellmeier (SPD) ein, der wohl aktuell nachgefragt hatte: Die Lampen seien bereits auf 30 Prozent gedimmt und immer noch taghell. Ob es wirklich nötig sei, einen Außenbereich derart zu beleuchten, wollte auch Johanna Sticksel (Grüne) wissen, denn die Freisinger Feuerwehr würde das ja auch nicht so handhaben. Laut Apold sei eine gewisse Beleuchtungsstärke allerdings notwendig, um den Gehweg dort zu erhellen. Zudem gäbe es für Feuerwehrhäuser andere Regelungen wie im Privatbereich. Was Sticksel auch noch anmerkte: Die großen Buchstaben am Feuerwehrhaus werden von unten angeleuchtet, was allerdings eher schlecht für den Insektenanflug sei. Besser sei ihres Wissens nach eine Lichtbestrahlung von oben.

Anwohner wünscht sich Teer statt Kies

Der Schreiber der nächsten E-Mail war dann auch in der Sitzung anwesend und durfte sein Problem live schildern. Als Anwohner des Angerwegs würde er sich wünschen, dass die Kiesstraße endlich eine Teerdecke aufgrund von immer wiederkehrenden Schlaglöchern und Staubentwicklung bekommt. Hier wollte aber Angelika Groß vom Bauamt nicht mitmachen und betonte, dass es sich dann bei Intervention der Gemeinde um eine erstmalige Herstellung der Straße handeln würde – die von allen Anwohnern zu 90 Prozent finanziell getragen werden müsse. Das hätten aber die restlichen drei Anwohner der Straße in der Vergangenheit immer abgelehnt. Die Bürger dort wollten doch nur eine dünne Teerdecke, hielt der Anwohner entgegen. Und das sei problemlos möglich, weil seiner Meinung nach der Untergrund des Wegs stabil ist. Zudem hatte er noch ein Ass im Ärmel: „Der Bürgermeister hat einmal gesagt, wenn in Hangenham saniert wird, machen wir das Stückerl mit.“ Und aktuell sei das genau der Fall: In Hangenham laufen gerade die Straßenarbeiten.

Auch für Marzling wird es eine sehr stade Zeit

An dieses Zitat des Bürgermeisters konnte sich auch Gemeinderat Klaus Meindl (FUW) erinnern. Allerdings sei das kein Beschluss gewesen, sondern nur eine „Aussage“. Das Bauamt will sich jedenfalls demnächst um den Angerweg kümmern – auch wenn es eigentlich nicht einzusehen sei, dass für drei Anwohner die Kosten von der Gemeinde übernommen werden sollen, wie Angelika Groß deutlich machte.

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Deutlich ist auch das Aus für den Marzlinger Weihnachtsmarkt aufgrund der Pandemielage, obwohl sämtliche Möglichkeiten, sogar mit teuren Security-Kräften durchdacht worden waren. Auch der Seniorenadvent, wie Roswitha Apold bestätigte, würde heuer ausfallen müssen. Nur der Frauenbund werde zur staden Zeit Adventskränze verkaufen.

Richard Lorenz

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