1. Startseite
  2. Lokales
  3. Freising
  4. Marzling

Isarstraße Marzling: „Holperstrecke“ auf dem Weg zu Tempo 30

Erstellt:

Kommentare

Das Bild zeigt das Hinweisbanner auf der Isarstraße in Marzling
Mit Hinweisbannern werden die Autofahrer gebeten, auf der Isarstraße das Tempo freiwillig zu reduzieren. Die Umsetzung einer Tempo-30-Zone gestaltet sich schwierig. © Archiv: Martin

Der Gemeinderat Marzling ist sich einig: Tempo 30 auf der verkehrsreichen Isarstraße ist eine gute Idee. Doch der Weg dorthin ist steinig, wie es scheint.

Marzling – Der Gemeinderat Marzling will Tempo 30 auf der Isarstraße. Doch auf dem Weg dorthin gibt es zunehmend „Schlaglöcher“. Grund: Von der erst kürzlich eingebrachten Petition der SPD in den Landtag zur Causa Geschwindigkeitsbeschränkung (wir berichteten) haben die meisten Räte samt Bürgermeister erst in der Zeitung gelesen. Thomas Sellmeir hingegen missfällt, dass ein Tempo-Gutachten einfach so in der Gemeinde „herumliegt“.

Der Rückblick

Ein Rückblick: Da das Begehren der Gemeinde im September 2020 für eine Tempo-Streckenbegrenzung an der Isarstraße vom Landratsamt Freising abgeschmettert worden war, hat sich die SPD Marzling für eine Petition entschieden, die dann Ende März auf dem Tisch des zuständigen Ausschusses im Landtag lag. Die Landtagsabgeordneten wollten seinerzeit zwar auch nicht einer streckenbezogenen Geschwindigkeitsbegrenzung zustimmen, allerdings stellten sie die Petition zurück und regten an, doch lieber eine erneute Petition in Punkto Tempo 30-Zone einzureichen – und das schon bis zur nächsten Ausschusssitzung am 10. Mai. Zitat MdL Martin Büchler (Grüne): „Sie sollen doch eine 30er-Zone machen, dann kann der Landrat nix mehr sagen – und dann ist der Kas biss´n!“

Freising-Newsletter: Alles aus Ihrer Region! Unser Freising-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alle wichtigen Geschichten aus der Region Freising – inklusive aller Neuigkeiten zur Corona-Krise in Ihrer Gemeinde. Melden Sie sich hier an.

Der Eilantrag

Um keine Zeit zu verlieren, hatte die SPD nun zur jüngsten Gemeinderatsitzung in Marzling am Donnerstag einen Eilantrag zur neuen Petition auf die Tagesordnung setzen lassen. Doch statt eines Beschlusses gab es erst einmal Klärungsbedarf. Die meisten Räte samt Bürgermeister Martin Ernst (CSU/FW) hatten von der Petition und dem Termin im Landtag erst aus der Presse erfahren, was als überaus unglücklich empfunden wurde – auch, weil ja gerade Sellmeir häufig von der Transparenz in der Gemeinderatsarbeit spreche. Sellmeir gelobte auf FT-Nachfrage Besserung, wenngleich er betonte, dass er einigen Räten Bescheid gegeben habe – wenn vielleicht auch nicht allen. Was Sellmeir vielmehr stört: „Es gibt ein Gutachten, mit dem man den Landratsamt-Beschluss aushebeln hätte können – und das liegt nur herum.“

Der Einspruch

Hier erhebt der Bürgermeister allerdings Einspruch, denn im Gutachten stehe auch, dass es ein weiteres Gutachten bräuchte, um alle Fakten und Daten abklopfen zu können. Zudem sei laut Martin Ernst von den Räten nichts zurückgekommen, nachdem ihnen das Gutachten zur Einsicht zugeschickt worden ist. Auch davon, ob eine 30er-Zone überhaupt ginge, so wie es sich der Landtag vorstelle, sei Ernst noch nicht überzeugt. Und wenn, dann könnte das sehr teuer werden. Was für ihn auch zu bedenken sei: Eine Zone bedeute auch Rechts-vor-Links, und das berge an manchen Stellen große Unfallgefahr.

Der Ausblick

Wie geht’s weiter? Die Gemeinde will mit dem Landratsamt nochmals reden, um eine Lösung zu finden. Das Landratsamt hingegen will jetzt erstmal das Protokoll des Landtags einsehen. Ob das alles vor Ostern noch was wird, daran glaubt Martin Ernst nicht wirklich.   Richard Lorenz

Noch mehr aktuelle Nachrichten aus dem Landkreis Freising finden Sie auf Merkur.de/Freising.

Auch interessant

Kommentare