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Wollen anpacken: (v. l.) Bürgermeisterkandidat Thomas Sellmeir, Reinhard Speiser, juliane Dorfmüller, Carsten Baum, Landratskandidat Herbert Bengler und Keno Horn. 

Kommunalwahl 2020

Kurz vor knapp: SPD Marzling schickt Thomas Sellmeir ins Rennen um den Rathaussessel

Einen Tag vor Fristende hat die SPD Marzling eine Gemeinderatsliste präsentiert - und einen Bürgermeisterkandidaten aufgestellt: Thomas Sellmeir geht für die Genossen ins Rennen. 

Marzling – Es geschah fast auf den letzten Drücker: Einen Tag vor Fristende hat die SPD Marzling eine Gemeinderatsliste aufgestellt – und einen Bürgermeisterkandidaten nominiert. Der gebürtige Marzlinger Thomas Sellmeir (38), Vater von zwei Kindern, geht ins Rennen. Mit ihm wollen Juliane Dorfmüller, Carsten Baum, Johanna Mehltretter, Keno Horn, und Reiner Speiser für „frischen Wind“ in der Gemeindepolitik sorgen. Das machten die Genossen am Mittwoch deutlich.

Marzling soll nicht nur „Wohnort“, sondern „Heimat“ sein

Sein beruflicher Werdegang hat Thomas Sellmeir über mehrere Stationen zum Marketingverantwortlichen einer weltweit agierenden Unternehmensgruppe geführt. In seiner Bewerbungsrede betonte er, dass er mit offenen Augen die Entwicklungen seiner Heimatgemeinde verfolge. Er brachte aber auch Kritik zum Ausdruck, die ihn neben dem Willen, Marzling lebenswert zu erhalten, zunehmend motiviert habe, den nun frei werdenden Posten anzustreben. „Ein Bürgermeister muss Zuhören, Verständnis für Positionen haben, Ideen entwickeln, Dinge in Frage stellen, Visionen auf den Weg bringen, viel mit Menschen kommunizieren und diskutieren, Veränderungen leben“, sagte Sellmeir. Lauter Eigenschaften, die er aus seinem Beruf in das Amt übernehmen wolle. 

Selbst in mehreren Vereinen aktiv, möchte Sellmeir dafür sorgen, dass sich Marzling nach einem langfristigen und verträglichen Plan weiter entwickle, um nicht nur „Wohnort“ sondern „Heimat“ zu sein. Dazu gehört auch, bezahlbaren, etwa öffentlich geförderten, Wohnraum zu schaffen, Schwerpunkte auf Kinderbetreuung und Schule zu legen sowie ein fröhliches „Miteinander“ der Generationen und die Bürgerkommunikation zu fördern.

Mehr Diskussion erwünscht

Ein einfaches „Weiter so“ werde es mit ihm nicht geben – dies begründete er damit, dass eine bisherige „98-prozentige Einstimmigkeit“ im Gemeinderat nicht gerade ein Zeichen für eine intensive Diskussion der Themen darstelle. Dabei sei dies laut Sellmeir in einer Demokratie absolut notwendig. ft

Alle Infos über die Kommunalwahl 2020 in allen Gemeinden finden Sie in unserem großen Überblicks-Artikel und im Themenkanal Kommunalwahl im Landkreis Freising.

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