Müll und Fleischreste stehen auf einem Steintisch.
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Als hätten sie die Flucht ergreifen müssen: Dieses wüste Mahl ließen Grillgäste am Moosangersee zurück.

Gewässerwart traut seinen Augen nicht

Ekel-Szenario an See in Oberbayern: Grill-Gäste hinterlassen Müll-Chaos - Maden tummeln sich im Fleisch

Die Marzlinger Fischer haben an ihrem See schon einige Unappetitlichkeiten erlebt. Aber das Ekel-Szenario, das sich ihnen jetzt geboten hat, ist schlimmer als alles andere.

  • Auf dem Areal am Moosangersee im Landkreis Freising haben ungebetene Grill-Gäste ein Ekel-Szenario hinterlassen.
  • Der Gewässerwart traute seinen Augen nicht.
  • Es sammelten sich Unmengen an Müll und Grillresten - auch Fleisch, auf dem sich bereits die Maden tümmelten.

Marzling – Die Marzlinger Fischer sind einiges gewohnt. Immer wieder sind sie auf ihrem Areal am Moosangersee dazu gezwungen, liegen gelassenen Müll von Gästen aufzusammeln. Doch das Szenario, das sich ihnen diese Woche geboten hat, toppt alles, was bisher da gewesen ist.

Als Gewässerwart Thomas Huber am späten Mittwochnachmittag, nachdem der große Regen vorbei war, an den See kam, traute er seinen Augen nicht. Auf dem Steintisch hatten unbekannte Besucher das komplette Essen stehen lassen. Würstl und Fleisch, Tomatensalat und eine offene Grillsoßen-Flasche lagen dort noch wüst herum. Im Rindersteak hatten sich gar schon Maden breitgemacht. Ein Brotzeitmesser lag noch auf dem Tisch.

„Die haben sogar den Grill stehen lassen“

„Es sieht so aus, als hätte da jemand fluchtartig das Areal verlassen“, berichtet Schatzmeisterin Traudl Huber, die das FT über den Vorfall informiert hat. „Die haben sogar den Grill und ihren Behälter mit Holz stehen lassen.“ Sie glaubt, dass die ungebetenen Gäste bereits am Wochenende am Moosangersee gehaust haben und dann vom Regen überrascht wurden. Aber würde man dann Schüsseln und Messer, Grill und Zubehör einfach stehen lassen – und nie mehr abholen? „Das ist schon merkwürdig.“

Sogar den Grill haben die ungebetenen Gäste auf dem Areal der Marzlinger Fischer stehen gelassen.

Mehr als seltsam ist das Gebaren einiger Leute am Moosangersee ohnehin. Vor einigen Jahren etwa hatten die Fischer auf dem Areal einen Holztisch stehen – bis der von Unbekannten auseinandergenommen und verfeuert wurde. Also schaffte sich der Verein einen Tisch aus Stein an, berichtet Traudl Huber. „Mit der Folge, dass sich dort jetzt Nackerte drauflegen, um sich in der Sonne zu baden.“

Die Marzlinger Fischer ziehen jetzt Konsequenzen

Umso erstaunlicher ist es, wie gemäßigt der Vorstand des Vereins trotz der Müllberge immer wieder auftritt. Denn eigentlich sind Seebesucher auf dem Grundstück willkommen – wenn sie denn ihren Müll wieder mitnehmen. Erst vor zwei Wochen hatte Vorsitzender Hermann Steinberger nochmals eindringlich an alle appelliert, das Areal sauber zu hinterlassen. Nachdem die guten Worte nichts gefruchtet haben, geht er jetzt jedoch einen anderen Weg – den zur Polizei. Am Donnerstag hat er wegen des jüngsten Ekel-Vorfalls Anzeige erstattet.

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