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Einen gesunden Haushalt präsentierte Bürgermeister Dieter Werner seinen „Untertanen“.

Bürgerversammlung Marzling

Grundstücksaufkäufer sind wieder unterwegs

Marzling -  Weil die Freisinger Straße saniert wurde, kreiste über der Gemeinde Marzling ein Hubschrauber des Grenzschutzes. Das war die aufregendste Geschichte, die Bürgermeister Dieter Werner am Freitag bei der Bürgerversammlung zu berichten hatte. Denn alles andere in Marzling verlief in den vergangenen zwölf Monaten ganz nach Plan und ohne große Aufregungen. Allerdings: Nach der Seehoferschen Startbahn-Wende seien nun wieder die Grundstückaufkäufer der FMG unterwegs, berichtete Werner.

Das Gemeindegebiet war im vergangenen Jahr gleich geblieben, umfasst 2050 Hektar. Das Besondere: 50,77 Prozent dieser Fläche seien inzwischen Naturschutzflächen, was die Gemeindeentwicklung schon „ein bisschen einzwängt“, so Werner vor rund 60 Zuhörern. Zugenommen habe die Zahl der Einwohner – und zwar um rund drei Prozent auf jetzt 3512. Darunter seien 283 ausländische Staatsbürger aus 60 verschiedenen Nationen – 50 Asylbeweber inklusive. Wie Werner betonte, wolle man sich dem „Zuzugsdruck“ in der Flughafenregion „nicht beugen“, sondern setze auf ein gesundes Wachstum: „Es muss passen.“ Passen tut es im Haushalt, wo man seit zehn Jahren keine neuen Kredite aufgenommen und die Schulden auf 2,5 Millionen Euro abgebaut habe.

Zwei Großprojekte beschäftigen die Gemeinde Marzling: Da ist zum einen die dritte Startbahn, bei der laut Werner Horst Seehofer jetzt wieder eine Wendung vollzogen habe. Wie der Bürgermeister verriet, seien die Grundstücksaufkäufer der FMG wieder unterwegs. Sein Appell: „Wer gar nicht weiß, was er mit seinem Grundstück machen soll, der soll zu mir kommen.“ Zum anderen ist das die B301-Nordostumfahrung: Werner prophezeite, dass es dort, wo die neue B301 und die alte B11 zusammentreffen – und das ist auf Marzlinger Gebiet – in den Stoßzeiten zu einem Verkehrschaos kommen dürfte. Deshalb habe die Gemeinde in diesem Abschnitt den vierstreifigen Ausbau gefordert, etwas, was jetzt sogar in den vordringlichen Bedarf aufgenommen worden sei.

Eine andere Straßenbaumaßnahme, der Ausbau der Freisinger Straße, sei im September 2016 abgeschlossen worden. Das Problem, das Zeit, Nerven und Geld gekostet habe, waren Kabel und Leitungen, von denen man vorher nichts gewusst habe. Ein „NATO-Kabel“, wie es Werner bezeichnete, habe man durchtrennen lassen. Die Folge: Zehn Minuten später sei ein Hubschrauber des Bundesgrenzschutzes über Marzling gekreist. Freilich habe man die Angelegenheit telefonisch schnell regeln können. 

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