Gemeindehaushalt Marzling

Schuldenabbau erfolgreich vorangetrieben

Marzling - Die Gemeinde Marzling steht vergleichsweise gut da - etwa, was die Schulden und die Gewerbesteuer anbelangt. Wie der Haushalt 2016 zeigt, befindet man sich weiter auf Konsolidierungskurs.

Vorbesprochen, für gut befunden und ohne Diskussion durchgewunken – so in etwa lässt sich die finale Haushaltsdebatte im Gemeinderat Marzling beschreiben. Strittige Punkte kamen jedenfalls nicht mehr zur Sprache. Der Etat 2016 schließt mit 8,5 Millionen Euro.

 Für den Verwaltungshaushalt sind 5,9 Millionen Euro und für den Vermögenshaushalt 2,6 Millionen Euro vorgesehen. Die Zuführung vom Verwaltungshaushalt an den Vermögenshaushalt beträgt 310.000 Euro – eine Steigerung um 110.000 Euro. Die Gemeinde hat ihren Schuldenstand seit den Investitionen rund um den 2011 in Betrieb genommenen Bahnhof deutlich reduziert: Von über vier Millionen auf aktuell 2,6 Millionen Euro. Die Pro-Kopf-Verschuldung ist gegenüber dem Vorjahr von 936,21 Euro auf 854,57 gesunken. 

Noch dazu kann Kämmerer Werner Mayer von einer erfreulichen Entwicklung der Gewerbesteuer sprechen. Im vergangenen Jahr betrug sie 650.000 Euro, heuer rechnet man mit 750.000 Euro.  Ein „vorsichtiger Ansatz“, wie Mayer auf Anfrage mitteilte. Unabhängig davon ist eine Kreditaufnahme in Höhen von 500.000 Euro von Nöten, um das ehrgeizige Investitionsprogramm zu stemmen. Insgesamt sind dafür 2,6 Millionen Euro erforderlich. 830 000 Euro stammen aus Rücklagen, 600.000 Euro rühren von Erschließungsbeiträgen und Investitionen aus dem Vorjahr her. Letzteres macht laut Mayer 340.000 Euro aus. Ergibt zusammen mit besagter Zuführung zum Vermögensetat 2,6 Millionen Euro. Geld, das die Gemeinde unter anderem für den Ausbau der Freisinger Straße (650.000 Euro), für Grunderwerb (580.000 Euro) und für den DSL-Breitbandausbau (345.000 Euro) ausgibt. Der Grunderwerb ist für ein Wohn- und Mischgebiet vorgesehen. 

Mit die größte Einnahmequelle der Gemeinde ist der Einkommensteueranteil in Höhe von knapp 2,3 Millionen Euro. Bei den Ausgaben rangieren die Personalkosten mit aufgerundet 2,4 Millionen Euro ganz weit oben.

Alexander Fischer

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