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Bis auf den letzten Platz besetzt war die Marzlinger Gemeindehalle. Auch Landrat Josef Hauner und Bürgermeister Dieter Werner gaben sich die Ehre. Und Gastronom Franz Nagerl kümmerte sich ums leibliche Wohl der Gäste.

Volles Haus beim Sechs-Chöre-Treffen in Marzling 

Sänger-Schmankerl delikat serviert

Der Erfolg gibt ihnen Recht. Seit 47 Jahren organisiert der Männergesangsverein Marzling das „Palmsamstagsingen“. Das traditionsreiches Treffen von sechs Männerchören wurde auch heuer wieder ausgesprochen gut angenommen Der Marzlinger Gemeindesaal war bis auf den letzten Platz besetzt.

Marzling – Hans-Jürgen Rothermel führte durch den Abend. Zu hören war ein abwechslungsreiches Programm aus Volksliedern, Operettenmelodien und spritzigen Arrangements populärer Evergreens. Dass das „Miteinandersingen“ einfach nur Spaß machen kann, das wurde am Samstag wieder einmal überdeutlich.

Ganz in Schwarz gekleidet erklommen die Herren des Europachors Landshut als erste die Bühne. Ein lyrisches Volkslied „Aura Lee“, das in der Interpretation von Elvis Presley „Love me tender“ zu neuer Popularität gelangte, war zu Beginn zu hören. Und dann wurde es nostalgisch. „Ich hab das Fräu’n Helen baden seh’n“, ein Schlager, der in die 1920er Jahre des vergangenen Jahrhunderts entführte.

Der Männergesangverein Marzling richtete heuer das Palmsingen aus. Und die Organisatoren hatten bei der Programmzusammenstellung das richtige Händchen.

In eine vielleicht glücklichere Welt? Jedenfalls ließ es sich auch der Männerchor Ismaning nicht nehmen, einen unvergesslichen Hit aus dieser Zeit zu interpretieren: „Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“. Mit viel Witz und Charme erinnerten die Sänger damit an den gleichnamigen österreichischen Spielfilm aus dem Jahr 1962 , in dem Heinz Erhardt zur Höchstform auflief. Dass die Landshuter Hochzeit vor der Tür steht, merkte man an der langen Haarpracht so mancher Sänger des Männerchor Landshut-Achdorf. Stimmgewaltig und zünftig gaben sie ein Volkslied aus dem vergangenen Jahrhundert zum besten: „Es kann ja nicht immer so bleiben.“ Das „Platt’nliad“ erzählte davon, wie schnell es gehen kann, wenn sich die Haarpracht im Laufe des Lebens verabschiedet.

Südländischer Dialekt war beim venezianischen Lied „La Biondina in Gondoleta“ zu hören. Das sei so, als wenn ein „Sizilianer im oberpfälzischen Dialekt singt“, bemerkte Hans-Jürgen Rothermel und schmunzelte. Nach der Pause waren Volksweisen aus Italien, Tirol und dem Böhmerwald zu hören. Der Männerchor Ergolding und der Männergesangsverein Eching erhielten dafür jede Menge Beifall. Ein „Schmankerl“ hatten sich die Gastgeber bis zum Schluss aufgehoben: den Evergreen „Badewasser“ der Kommedian Harmonists. Beendet wurde der Abend mit der gemeinsam gesungenen Bayernhymne.

                                                                                                                                  Maria Martin

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