Starkes Interesse: Die Infoveranstaltung am Donnerstag war gut besucht. Ortschef Georg Krojer stand Rede und Antwort.
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Starkes Interesse: Die Infoveranstaltung am Donnerstag war gut besucht. Ortschef Georg Krojer stand Rede und Antwort.

In der Mehrzweckhalle

Großer Andrang bei Bürgerinfo: Mauerns Gemeindespitze rechtfertigt Wohnungsbau-Pläne

  • vonNico Bauer
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Beim Bürgerdialog in der Mauerner Mehrzweckhalle zum geplanten kommunalen Wohnungsbau herrscht großer Andrang. Der große Schlagabtausch bleibt jedoch aus.

Mauern – In den vergangenen Tagen gab es viel Aufregung um den Mauerner Bebauungsplan „Alpersdorf II“ und den gemeindlichen Bau von 21 Mietwohnungen am Oberfeldring. Zahlreiche Bürger nutzten deshalb das Angebot der Gemeinde, sich am Donnerstag bei einem Infoabend in der Mehrzweckhalle über die Pläne zu erkundigen. Der große Streit blieb aus – zumeist wurden sachlichen Fragen der Bürger vornehmlich zur künftigen Wohnungsvergabe beantwortet.

Bürgermeister Georg Krojer und Architekt Kai Krömer stellten den Anwesenden das gemeindliche Wohngebäude vor, in dem auf drei Stockwerken 21 Wohnungen geschaffen werden sollen. Ortschef Krojer betonte, dass in der heutigen Zeit flächensparend gebaut werden müsse und auch deshalb ein Stockwerk draufgesattelt worden sei. Krojers Stellvertreterin Maria Scharlach ergänzte, dass die Mietwohnanlage so auch wirtschaftlicher zu betreiben sei. Das mache sich am Ende auch bei den Mietkonditionen der zukünftigen Bewohner bemerkbar.

Krojer: Sind vielen einen Schritt voraus

„Wir wollen niemanden benachteiligen und etwas Vernünftiges bauen“, entgegnete Georg Krojer der in den vergangenen Tagen aufgekommenen Kritik an der Bebauung. „Alle Parteien im ganzen Landkreis hatten dieses Jahr im Wahlkampf die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum ganz oben auf der Liste“, sagte der Bürgermeister, „und wir sind vielen einen Schritt voraus.“ Er zeigte sich etwas enttäuscht, dass zuletzt etliche Gerüchte kursierten und die Gemeinderäte alle Fragen gerne beantwortet hätten: „Wir haben doch für die Bürger 16 Ansprechpartner und mit mir Nummer 17. Es müsste nicht sein, dass wir jetzt den Ort spalten.“

Das Modell des gemeindlichen Mietwohnungsbaus.

Die meisten Fragen der Bürger drehten sich um den möglichen Mietpreis und die Vergabe. Georg Krojer musste lachen bei der Frage, ob der Bürger Vitamin B für den Zuschlag brauche. Er betonte, dass die Gemeinde alle Entscheidungen selbst treffe und der Gemeinderat dafür Kriterien ausarbeiten müsse: „Die Vergabe soll nachvollziehbar sein.“ Er machte auch deutlich, dass angesichts von vielen Wohnungssuchenden in der Gemeinde „keine Gefahr besteht, dass wir das Haus nicht mit unseren eigenen Leuten voll bekommen.“ Über die künftigen Mietkonditionen konnte der Rathauschef noch nichts sagen, schätzte jedoch, dass ein Quadratmeterpreis um die acht oder 8,50 Euro denkbar sei.

Bürger wünscht sich „mehr Mauerner Flair“

Erst gegen Ende der Veranstaltung kamen dann doch kritische Fragen zu der Architektur des länglichen Gebäudekörpers auf. Ein Bürger wünschte sich eine lockerere Bebauung: „Können Sie sich dort etwas mehr Mauerner Flair vorstellen? Dann würden wir alle etwas fröhlicher nach Hause gehen.“ 

Georg Krojer konnte die Kritik an zu massiver Bauweise nicht ganz nachvollziehen: „Ich sitze jetzt seit 30 Jahren im Gemeinderat und viele Menschen haben in dieser Zeit davon profitiert, dass wir nach vorne geschaut und neue Baugebiete ausgewiesen haben.“ Der Bürgermeister bat um das Verständnis, dass die Gemeinde nun auch etwas für jene Mauerner tun möchte, die sich noch keinen Eigenheim-Bau leisten könnten. Diese Bürger bräuchten bezahlbare Mietwohnungen.

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