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Informierten: Sabine Wenng und Georg Krojer.

Ergebnis der Umfrage vorgestellt

Größter Wunsch von Mauerns Senioren: barrierefrei wohnen im Zentrum

Wie soll ein Leben im hohen Alter innerhalb der Kommune gestaltet werden? Welche Voraussetzungen müssen geschaffen werden? Diese und weitere Fragen beschäftigt die Gemeinde Mauern schon länger. Nun möchte man das Thema endlich angehen.

Mauern – Rund 507 Senioren im Alter von 65 Jahren und aufwärts wurden im Auftrag der Mauerner Verwaltung angeschrieben und mit einem Fragebogen ausgestattet. Knapp die Hälfte reichte ihre Antworten ein. Für Sabine Wenng von der Arbeitsgruppe für Sozialplanung und Altersforschung (AfA), die von Bürgermeister Georg Krojer mit der Koordination beauftragt wurde, eine sensationelle Rücklaufquote: „Meist sind es nur zehn, maximal 20 Prozent“, berichtete die Geografin. Nun wurden die Ergebnisse im Rathaus vorgestellt.

Neben der eigenen Lebenssituation oder Mobilität wurden die Senioren auch gebeten, Anregungen in Bezug auf ein späteres Wohnangebot mitzuteilen. Für den Rathauschef war genau dies Sinn und Zweck der Befragung. Nämlich herauszufinden, was sich die eigenen Bürger wünschen, um dann gezielt darauf reagieren zu können. Dabei stellte sich heraus, dass die Senioren in Mauern vor allem eine barrierefreie, zentral gelegene kleinere Wohnanlage wünschen. „Außerdem sollten zusätzliche Hilfe- und Dienstleistungen angeboten werden“, zitierte Wenng aus den Ergebnissen. 50 Befragte hätten angegeben, lieber in einer Einrichtung nur für Senioren wohnen zu wollen. Die gleiche Anzahl könnte sich vorstellen, in eine Mehrgenerationen-Anlage zu ziehen. „Manche würden schon jetzt ein solches Angebot annehmen, die meisten jedoch innerhalb der nächsten zehn Jahre“, sagte Wenng.

Ein Miet-Modell würde die Mehrheit dem Eigentum vorziehen. Als stärkstes Umzugsmotiv habe sich der zunehmende Hilfebedarf herauskristallisiert sowie die Tatsache, mit einem großem Haus und Garten überfordert zu sein.

Die rund 20 Interessenten, die sich im Rathaussaal eingefunden hatten, zeigten sich zufrieden mit den gewonnenen Erkenntnissen. „Das spiegelt unsere Wünsche wider“, hieß es aus den Reihen. Doch ein Anliegen hatten die Senioren noch: Als Träger solle die Gemeinde fungieren. Der Rathauschef zeigte sich zuversichtlich. „Ich bin mir sicher, dass der Gemeinderat mitziehen wird.“

Nach der Vorstellung ließ Krojer zwei Arbeitskreise bilden, in denen die Bürger mitwirken sollen. Als erste Handlung wolle man gemeinsam ähnliche Einrichtungen besuchen. „Dann könnt vor allem ihr sagen, was ist gut und was ist schlecht.“ Gemeinsam, so versicherte Krojer, soll das Projekt angepackt werden. „Es wird nicht einfach, aber wir werden das durchziehen und was Vernünftiges daraus machen.“

Anna Schledzinski

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