Zwei Personen, eine ältere und eine jüngere, halten Hände
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Die häusliche Pflege von dementen Angehörigen ist eine physische und psychische Belastung. In der VG Mauern soll nun eine neue Beratung unterstützen. (Symbolbild)

Nördlicher Landkreis Freising

Hilfe für pflegende Angehörige in der VG Mauern: Neue Beratung rund um das Thema Demenz

  • Armin Forster
    vonArmin Forster
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Um pflegende Angehörige von Demenzerkrankten zu unterstützen, wird in der VG Mauern ein neues Beratungsangebot etabliert. Der Service ist vielfältig.

Mauern – In der VG Mauern fällt in Kürze der Startschuss für ein neues, monatliches Beratungsangebot rund um das Thema Demenz: Ab Donnerstag, 17. Juni, steht die „Fachstelle für pflegende Angehörige – Koordinierungsstelle Unterstützung im Alltag“ der AWO Moosburg in Person von Dina Zutz und unterstützt durch Christine Lutz, Senioren- und Jugendbeauftragte der VG Mauern, für individuelle Beratungen zur Verfügung. Die Sprechzeiten finden jeden dritten Donnerstag im Monat zwischen 14 und 16 Uhr statt.

Wollen Betroffene und Angehörige unterstützen: Christine Lutz (l.; VG Mauern) und Dina Zutz (AWO Moosburg).

Die seit Mai 2013 bestehende Stelle ist ein Kooperationsprojekt des AWO-Seniorenwohnparks Moosburg und des Caritas-Zentrums Freising. Sie wird vom Landkreis im Rahmen des seniorenpolitischen Gesamtkonzepts gefördert und vom Bayerischen Landesamt für Pflege bezuschusst. Das neue Serviceangebot ist dabei sehr vielfältig.

  • Beratung von Angehörigen bei Fragen rund um die häusliche Pflege (Schwerpunkt Demenzberatung): „Wir begleiten und unterstützen Angehörige in ihrer individuellen Pflegesituation“, erklärt Christine Lutz.
  • Vermittlung von Helfern zur Betreuung von Menschen, die einen erheblichen allgemeinen Betreuungsbedarf nach Paragraf 45 SGB XI haben. Hierfür greift man auf einen ehrenamtlichen Helferkreis zurück.
  • Betreuungsgruppen (für Menschen mit Demenz): „Die Treffen finden regelmäßig und zu festen Zeiten statt und bieten neben einer gemütlichen Runde mit gemeinsamem Kaffeetrinken ein den Bedürfnissen der Besucher angepasstes Rahmenprogramm“, berichtet Lutz.
  • Angehörigengruppen: Gesprächskreise für pflegende Angehörige – in erster Linie von Menschen mit Demenz – als eine Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch über ihre Situation. Lutz: „Die Angehörigen sollen erfahren, dass sie mit ihren Sorgen und Nöten nicht alleine sind, sondern dass es anderen Angehörigen genauso geht und von Tipps und Erfahrungen anderer profitieren.“
  • Angehörigenschulungen: Einmal jährlich finden in Kooperation mit der AOK Angehörigenseminare an fünf Abenden statt. Sie beinhalten Wissenswertes über das Krankheitsbild Demenz, Besonderheiten in der Kommunikation und Pflege von demenziell Erkrankten sowie Infos zur Pflegeversicherung.

Kontakt und Infos zur Demenzberatung in der VG Mauern

Interessierte können bei Christine Lutz einen Termin vereinbaren – unter Telefon (08764) 8948.

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