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Geben sich kämpferisch: Die Freien Wähler in Mauern wollen im auf 16 Sitze wachsenden Gemeinderat wieder mindestens die Hälfte schaffen.

Optimismus bei den Freien Wählern

Kommunalwahl in Mauern: Warum Bürgermeisterkandidat Krojer so entspannt sein kann

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Georg Krojer wurde am Dienstag von den FW Mauern einstimmig als Bürgermeisterkandidat nominiert. Mit einem Gegenkandidat muss er wohl nicht rechnen.

Mauern – Georg Krojer ist derzeit der wohl entspannteste wieder kandidierende Bürgermeister im Landkreis. Der Rathauschef von Mauern wurde am Dienstagabend in der Versammlung der Freien Wählern einstimmig nominiert – und er dürfte ohne Gegenkandidaten in die Kommunalwahl gehen.

Seit sechs Jahren ist Krojer Bürgermeister und genießt überaus große Beliebtheit. Deshalb verzichtete die CSU bereits bei ihrer Nominierung auf einen eigenen Kandidaten, und bei den Freien Wählern bekam der Amtsinhaber viel Applaus.

Krojer machte als sein wichtigstes Ziel deutlich, in den nächsten sechs Jahren die Hauptstraße durch den Ort mithilfe des ISEK-Programms neu gestalten zu wollen. Von der Brücke bis zur Tankstelle möchte er den Verkehr entschleunigen und einen durchgängigen Gehweg realisieren. Ein weiteres Projekt sei die Bedarfsermittlung eines dritten Kindergartens. Darüber hinaus sollen Ansätze für Seniorenwohnen geprüft werden.

Das große Ziel: Acht plus X Sitze

Aktuell teilen sich die Freien Wähler und die CSU die Plätze im Gemeinderat mit jeweils sieben Mandaten. Da das Gremium nun auf 16 Sitze wächst, lautet das Ziel der Freien Wähler, mit acht Sitzen wieder mindestens die Hälfte zu schaffen. „Bei acht Sitzen bin ich zufrieden“, sagt Bürgermeister Georg Krojer. „Und bei 8 plus X bin ich besonders zufrieden.“ Die eine Stimme für die Mehrheit hatten die Freien Wähler in der aktuellen Legislaturperiode nur einmal benötigt: als Maria Scharlach zur 2. Bürgermeisterin gewählt wurde. Sie bekam jetzt bei der Wahl der Listenplätze zwei bis sechs die meisten Stimmen und ist hinter Georg Krojer die Nummer zwei.

Mit acht Gemeinderatssitzen würden die Freien Wähler wohl auch künftig den 2. Bürgermeister stellen. In der harmonischen Versammlung konnte sich Bürgermeister Krojer einen Seitenhieb auf die CSU nicht verkneifen: „Wir sind nicht nur jung und weiblich, sondern auch kompetent und erfahren.“

Das bestätigte der Landratskandidat und Wahlleiter Helmut Petz, für den „das Mannschaftsspiel die Spezialität der Freien Wähler“ ist. „Wir sind selbst das Programm.“ Petz hat mit Maria Scharlach, Georg Krojer, Maximilian Heckel und Harald Filipp auch gleich vier Personen aus Mauern auf der Kreistagsliste: Scharlach mit Platz zwei und Bürgermeister Krojer auf Platz 15 stehen besonders aussichtsreich auf der Liste.

Fünf Frauen unter den 16 Bewerbern

Die Freien Wähler in Mauern haben unter ihren 16 Bewerbern für den Gemeinderat fünf Frauen. Auffällig ist, dass mehrere junge Kandidaten nominiert wurden, die teilweise schon beeindruckende Berufserfahrungen gesammelt haben. In der Versammlung bestimmten die Mitglieder nach den einstimmigen Wahlen von Georg Krojer zum Bürgermeisterkandidaten und dem Inhaber von Listenplatz eins die Reihung zwischen den Plätzen zwei und sechs sowie dann sieben bis 16.

Die Liste: 1. Georg Krojer, 2. Maria Scharlach, 3. Harald Filipp, 4. Maximilian Heckel, 5. Evelyn Schreiner, 6. Siegfried Probst, 7. Markus Mayer, 8. Christina Götz, 9. Maximilian Kiermeier, 10. Andreas Numberger, 11. Markus Schreiner, 12. Judith Besendorfer, 13. Sebastian Bauer, 14. Sandra Trausnecker, 15. Werner Lingner, 16. Lorenz Scheidl. Ersatzkandidaten: Hanns Halemba und Christine Onnich.

Alle Infos über die Kommunalwahl 2020 in allen Gemeinden finden Sie in unserem großen Überblicks-Artikel.

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