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Ihre Kunstwerke im Alten Rathaus präsentierten (v. l.) Sylvia Manhart, Jadwiga Mosandl, Edda Lüttecke, Gertraud Wagner, Peter Cremer, Silke Berthold, Irene Krinner (Werke im Hintergrund), Brigitte Deus-Neumann und Hildegard Stolle. Aus privaten Gründen waren Inge Remmers und Hans Riegler verhindert.

Kunstschau im Alten Mauerner Rathaus: Würdige Abschieds-Ausstellung

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Mauern - In Mauern fand am Wochenende wieder eine große Kunstausstellung statt – wohl zum vorerst letzten Mal im Alten Rathaus. Das Gebäude wird demnächst saniert.

Zu einer liebgewonnenen Tradition ist die Kunstausstellung im Alten Rathaus von Mauern geworden. Fotografien, Aquarelle, Skulpturen sowie Gold- und Silberschmuck auf drei Stockwerken verwandelten das alte Gemäuer am Wochenende in eine schmucke Stätte. Elf Künstlerinnen und Künstler präsentierten eine Bandbreite ihrer vielfältigen Schaffenskunst.

Schon die Vernissage am Freitagabend war sehr gut besucht. „Das ist absoluter Luxus hier in Mauern, dass wir drei Etagen für die Kunst haben“, freute sich Organisatorin Hildegard Stolle bei ihrer Ansprache. Neben Stolle selbst stellten Brigitte Deus-Neumann, Inge Remmers, Gertraud Wagner, Hans Riegler, Silke Berthold, Jadwiga Mosandl, Irene Krinner, Peter Cremer, Sylvia Manhart und Edda Lüttecke ihre Kunstwerke aus. Und diese sind so unterschiedlich wie die Kunst selbst. Für Stolle ist eines aber gleich: „Künstler lassen sich in ihre Seelen schauen“, denn beim Betrachten von Gemälden und Co. lasse sich viel entdecken. „Nehmen Sie sich Zeit zum Betrachten“, empfahl Stolle den Gästen der Vernissage. Musikalisch umrahmt wurde die Eröffnung von Ernst Klupsch und Andi Angermaier. Die interessierten Besucher suchten ausgiebig das Gespräch mit den Künstlern. Zudem gab es über jeden Aussteller eine kleine Vita.

Ein Highlight der Schau war ein Portrait des verstorbenen Kult-Entertainers Udo Jürgens am Klavier. Das Gemälde von Sylvia Manhart zog zahlreiche Betrachter in ihren Bann. Aber auch Naturschauspiele, individuelle Geschmeide mit Edelsteinen verziert oder detailgetreue Fotografien fanden viele Fans.

Ob und wo die Kunstausstellung im kommenden Jahr stattfinden wird, ist noch offen. Denn das Alte Rathaus wird energetisch komplettsaniert (siehe Kasten). Bürgermeister Georg Krojer will versuchen, der Kunstschau eine vorübergehende neue Heimat zu geben. Diese Unterstützung sicherte der Rathauschef zu.

Die Sanierung des Alten Rathauses

Über die Sanierung des im Jahr 1978 gebauten Alten Rathauses tagt der Mauerner Gemeinderat am Dienstag, 7. Februar. „Dann können wir schon Vollgas geben“, sagte Georg Krojer kürzlich über die Arbeiten, die mit einer knappen halben Million Euro bezuschusst werden. Zudem winken noch Gelder aus der Städtebauförderung.

„Wir haben einen Rückbau auf Rohbauzustand“, erklärte Krojer. Auch regenerative Energien will man künftig nutzen. Ende 2018 soll das Alte Rathaus dann in neuem Glanz erstrahlen. Während der Bauzeit müssen die Kindergardegruppen, die im Alten Rathaus üben, sowie einige Vereine auf andere Stätten ausweichen. Ihnen soll ein Raum in der Mehrzweckhalle sowie der ehemalige Hort in der Schule zur Verfügung gestellt werden.

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