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Sie kann wieder lachen: Die kleine Mathilda hat die vielen Chemotherapien an der Ostsee gut überstanden. Vor einer Woche durfte sie nun endlich nach Hause.

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Leukämiekrankes Mädchen aus Mauern hat es geschafft: "Mathilda geht es fantastisch"

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Mauern - „Es ist geschafft: Mathilda ist ein freies Mädchen – ohne Schlauch.“ Daniel Ewert ist überglücklich: Knapp ein Jahr, nachdem seine Tochter an Leukämie erkrankt ist, geht es seinem Kind „fantastisch“. Zehn Monate musste das Mädchen in einer Klinik an der Ostsee verbringen.

Das Schicksal der kleinen Mathilda hat viele Menschen berührt: Am dritten Geburtstag wurde bei dem Mädchen Leukämie diagnostiziert – in einer Klinik an der Ostsee, wo die Familie Ewert aus Mauern gerade Urlaub gemacht hatte. Seit diesem Tag im Mai vergangenen Jahres bestand der Alltag von Daniel und Madeleine Ewert, der schwerkranken Mathilda und des kleinen Oskars, der damals erst wenige Monate alt war, aus Chemotherapie, Klinikaufenthalten und Pendlerei durch ganz Deutschland.

Denn während Mama Madeleine mit den Kindern an der Ostsee blieb, pendelte Vater Daniel wöchentlich zwischen dem Mietshaus in Mauern und der Klinik in Norddeutschland. Zu den Ängsten um die Gesundheit und das Leben von Mathilda kamen für die Eltern auch bald finanzielle Sorgen. Zumindest diese konnten ihnen dank vieler Spenden genommen werden.

Hinter Mathilda liegt eine „Horrorzeit“, berichtet Daniel Ewert: „Sie hat während der Chemotherapie schwerste Medikamente bekommen“, die über Öffnungen in der Brust und am Hals mittels Schläuche eingeflöst wurden. Darunter sehr viel Cortison – mit fatalen Nebenwirkungen: „Mathilda hatte extreme Stimmungsschwankungen, sie ist nicht mehr gelaufen, hat nicht gelacht“, beschreibt der Vater das teilweise apathische Leben seiner Tochter.

Am 25. Februar hatte Mathilda ihre letzte Operation: Es wurden die ganzen Schläuche entfernt. Abgesehen von zwei Narben am Hals und zwei an der Brust sind nun „alle Spuren von Cortison weg“, erzählt Daniel Ewert. Auch die Nebenwirkungen sind verschwunden: „Mathilda ist nicht mehr aufgeschwemmt, die Haare wachsen wieder und sie ist wieder fröhlich“, freut sich der Vater. Mehr noch: „Das Blutbild ist fast normal. Ich könnte auf der Stelle losweinen vor Glück.“

Seit einer Woche ist die Familie nun wieder in Bayern, genauer gesagt in Landshut – das Haus in Mauern musste aus finanziellen Gründen aufgegeben werden. „Aber wir sind sehr zufrieden.“ In den nächsten eineinhalb Jahren müssen die Ewerts einmal wöchentlich zur Blutkontrolle nach Regensburg fahren, um den sogenannten Chemosaft einzustellen. „Aber stationäre Aufenthalte sind nicht mehr geplant“, sagt Daniel Ewert. „Die Horrorzeit ist zu Ende.“ Und: „Mathilda kann fast ein ganz normales Leben führen.“

Ganz wichtig ist es für Familie Ewert, sich bei allen zu bedanken, „die uns in dieser schlimmen Zeit unterstützt haben“ – angefangen beim Arbeitgeber von Daniel Ewert über die vielen Geldspender bis hin zu Freunden und Verwandten: „Ein ganz herzliches Dankeschön an alle!“

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