Wolfdietrich Hoeveler vor seinem Lieblingsbild „Der Pfahl“.
+
Wolfdietrich Hoeveler vor seinem Lieblingsbild „Der Pfahl“.

Surreale Kunst

Spielraum für Interpretation: Neue Hoeveler-Ausstellung „Museum Of Mauern Art“

  • VonNico Bauer
    schließen

Surreale Kunst ist derzeit in Mauerns Altem Rathaus ausgestellt. Dort zeigt Wolfdietrich Hoeveler Experimente mit Farben und Formen, die nachdenklich machen.

Mauern – Beruflich ist Wolfdietrich Hoeveler schon weit herumgekommen. Heute lebt der 72-Jährige in Mauern. In seiner Wahlheimat fühlt sich der Computerkünstler so wohl, dass er den Ort gerne kulturell belegt. Nun stellt er im Alten Rathaus aus und zeigt dort noch am kommenden Wochenende surreale Werke, die dem Betrachter viel Interpretationsspielraum lassen. Der Titel der Ausstellung lautet „MOMA – Museum Of Mauern Art“. Wie in Anlehnung an das berühmte „Museum Of Modern Art“ hat sich auch Hoeveler der modernen Kunst gewidmet.

Sein persönliches Lieblingsbild ist das Werk „Der Pfahl“, „der ja ein Sinnbild für alles sein kann. Jeder hat einen Pfahl im Fleisch“, erklärt der in Burgdorf bei Hannover geborene Künstler. Er sieht den Pfahl als Symbol für Ärgernisse, Sorgen oder Druck, die Menschen in sich tragen können. Wolfdietrich Hoeveler wünscht sich, dass die Menschen seine Kunst ansehen und nachdenken. Ein Ziel, zu dem die Gedanken führen sollen, definiert er hingegen nicht.

3D-Kunst als Hingucker: das Werk mit dem Titel „Angeschlagen“.

„Drei Striche sind bei mir keine Brandung“, sagt der Mauerner, dessen Werke zwar Interpretationsspielraum haben, aber das Thema deutlich zeigen. Ein Bild zeigt einen in 3D auf den Betrachter zufliegenden Wald. Mit diesem Bild möchte Wolfdietrich Hoeveler verdeutlichen, dass ein Wald Leben bedeutet. Wenn man den Wald zerstört, dann vernichtet man Leben und mit dem Schutz der Natur beschützt man Leben.

Der Computerkünstler erarbeitet seine Kunst in dem Programm Photoshop und spielt mit den unendlichen Möglichkeiten. Das Gesehene soll immer die Möglichkeit bieten, sich in irgendeiner Form darin selbst wiederfinden zu können.

Den Blick ins Leere hinein ermöglicht das Bild mit dem Titel „Es fehlt etwas“.

Wolfdietrich Hoeveler liebt es auch, den Glauben mit Kunst greifbarer zu machen. Am 12. Oktober wird er nach einer Andacht in der Freisinger Kirche St. Georg seine Bebilderungen des Matthäus-Evangeliums zeigen. Ab November ist dann angedacht, Grafiken zum Alten Testament im Moosburger Kastulusmünster zu zeigen. Und nebenbei designt er gerade das Titelbild für das Buch seiner Frau, die Schriftstellerin ist.

Doch die Gegenwart ist das zweite Wochenende mit der Ausstellung in der Heimat. Die Werke von Wolfdietrich Hoeveler können noch am kommenden Samstag und Sonntag von 13 bis 17 Uhr im Sitzungssaal des Alten Rathauses von Mauern angesehen werden.

Zum Schutz der Kinder: Lehrer-Sprecherin fordert Corona-Impfpflicht für Kollegen

Übrigens: Alles aus der Region gibt‘s jetzt auch in unserem neuen, regelmäßigen Freising-Newsletter.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare