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Mit der Birkenstraße geht‘s los

Zu viel Fremdwasser: Mauern will Kanalsystem überprüfen lassen

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Mauern – Teilweise bis zu 40 Jahre alte Rohre und ein hoher Fremdwasseranteil: Das Kanalnetz der Gemeinde Mauern wird jetzt unter die Lupe genommen. Darauf verständigte sich der Gemeinderat Mauern in seiner jüngsten Sitzung nach längerer Diskussion.

Das Ingenieurbüro Blasy-Overland aus Baldham (Kreis Ebersberg) wird eine hydraulische Bewertung durchführen und ein Sanierungskonzept erstellen. Bürgermeister Georg Krojer wünscht sich dann eine Prioritätenliste, in welcher Reihenfolge die Straßenzüge untersucht und das Kanalnetz auf Vordermann gebracht werden soll. Der Anfang ist aber jetzt schon klar: Mit der Birkenstraße geht’s los.

Das Mauerner Kanalnetz ist rund 26,6 Kilometer lang. Laut Krojer wird der Fremdwasser-Anteil immer höher und beträgt teilweise bis zu 40 Prozent. Wird diese Ursache eingedämmt, spart das auch Strom ein. Zudem wird der Verschleiß geringer. Dass nicht das gesamte Kanalnetz sofort befahren werden könne, war schnell klar. Zum einen würde es rund sechs Monate dauern, zum anderen wären das immense Kosten. Im diesjährigen Haushalt hat Mauern 134.500 Euro für Kanalarbeiten eingestellt. 30.500 Euro davon bekommt schon das Ingenieurbüro, das sich gegen einen Mitbewerber durchgesetzt hat, der für die gleichen Arbeiten 49.900 Euro in Rechnung gestellt hätte.

Was aber ist genau in den Leistungen des Ingenieurbüros enthalten? Das wurde den Räten nicht gleich klar. Der derzeitige Bauzustand soll bewertet, die gesamte Leistungsfähigkeit überprüft und dann ein Sanierungskonzept erstellt werden. Josef Deliano jun. (CSU) wünscht sich, dass die notwendigen Befahrungen nicht auf einmal, sondern abschnittsweise durchgeführt werden. Doch wie beginnt man und wo hört man auf? „Das Wollersdorfer Feld steht jetzt natürlich noch nicht an. Aber wichtig ist die Birkenstraße“, meinte Krojer.

Vize-Bürgermeisterin Maria Scharlach (FW) sprach sich ebenfalls für eine komplette Befahrung aus. „Dann haben wir eine Grundlage“, sagte sie. Denn der Fremdwasser-Eintritt ins Kanalnetz könne jetzt noch gar nicht lokalisiert werden. Für die Befahrung müssen extra Angebote eingeholt werden, darum solle sich dann das Ingenieurbüro kümmern.

Auch ohne Untersuchungen war schon jetzt klar: Nach der Birkenstraße stehen das Mitterfeld und die Hochfeldstraße ganz oben auf der Erledigungsliste. In der vorangegangenen Sitzung hatte der Gemeinderat bereits beschlossen, die gesamte Birkenstraße auszubauen. Der Bauausschuss hatte sich zuvor nochmal ein Bild vom Zustand der Straße gemacht. Bis auf Josef Deliano jun. stimmten nun alle Räte für die Beauftragung des Ingenieurbüros.

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