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An einem Infostand werben die Mitglieder der BI „Tetrafreies Mauern“ für ihr Anliegen. foto: kuhn

Mauerner Bürgerinitiative will Funkmasten auf Gandorfer Berg verhindern

Mauern - Auf dem Gandorfer Berg bei Mauern soll ein Funkmast für den digitalen Behördenfunk aufgestellt werden. Nun machen Anwohner mobil.

Es war der Paukenschlag bei der Bürgerversammlung in Mauern. Dort verkündete Bürgermeister Alfons Kipfelsberger, dass die Firma Telent einen Masten auf dem Gandorfer Berg errichten will (wir haben berichtet). Es geht um „Tetra“ den digitalen Funk, auf den Feuerwehren, Polizei und Rettungsdienste umgestellt werden sollen. Wie Kipfelsberger mitteilte, hat der Eigentümer des Grundstücks am Gandorfer Berg den Vertrag bereits unterschrieben - ohne Rücksprache mit der Gemeinde. Der Mast ist gut 50 Meter hoch geplant. Zum Vergleich: Der Mauerner Kirchturm ist rund 15 Meter niedriger.

Viele Anwesende wurden von der Hiobsbotschaft überrumpelt. Umso schneller erhob sich der Widerstand. In Windeseile gründete sich die Bürgerinitiative (BI) „Tetrafunkfreies Mauern“. Laut ihres Sprechers Georg Hackl gibt es bereits 64 Mitglieder. 400 Unterschriften gegen das Projekt wurden gesammelt. Unter anderem schlug die BI am Samstag einen Informationsstand im Ort auf.

Es ist vor allem die Sorge um die Gesundheit ihrer Familien, die diese Bürger umtreibt. „Tetra ist 24 Stunden am Tag über das ganze Jahr aktiv. Die Gefahren, die von dem Sender ausgehen, sind signifikant“, betont Hackl, der selbst nur 300 Meter von dem geplanten Standort entfernt wohnt. Er weist darauf hin, das es keine wissenschaftlichen Befunde gibt, die gesundheitliche Auswirkungen der Strahlen ausschließen. Dafür berichtet er von missgebildeten Schweinen und Kälbern, die in der Nähe solcher Masten geboren worden seien. „Wir haben einen Bio-Landwirt, der seine Existenz massiv gefährdet sieht.“

Hilfe erhält die BI aus dem Rathaus. „Der Standort ist nicht optimal“, betonte Kipfelsberger. „Deshalb hat die Bürgerinitiative meine Unterstützung.“ Der Bürgermeister geht davon aus, dass das Projekt im Gemeinderat einstimmig abgelehnt wird. Da es sich um ein privilegiertes Projekt handle, könne die Regierung von Oberbayern das Einvernehmen aber ersetzen.

Über den Widerstand in Mauern ist das Innenministerium bereits in Kenntnis gesetzt worden, wie CSU-Landtagsabgeordneter Florian Herrmann mitteilte: „Ich habe mit dem Innenstaatssekretär gesprochen. Es geht nun darum, einen Alternativstandort zu finden.“

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