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Küblböck abgesprungen

Mega-Projekt im Steinpark: Neuer Investor soll es richten - Stadt kalt erwischt

Da wurde die Stadt Freising kalt erwischt: Die Firma Küblböck ist von dem geplanten Hotel- und Wohnungsprojekt im Steinpark abgesprungen und hat das Grundstück verkauft. Auch wenn das Mega-Projekt nicht in Gefahr ist – welche Formen es annimmt, steht jedoch in den Sternen.

Freising – Es sind wegweisende Pläne. Nicht nur für das Wohngebiet Steinpark, sondern für die ganze Stadt Freising. Nördlich des Steincenters sollen an der Mainburger Straße in den nächsten Jahren ein gehobenes Hotel mit 144 Zimmern und 77 weiteren Wohneinheiten entstehen. Alles ist schon geplant und abgesegnet. Der Stadtrat hat die Baugenehmigung 2017 erteilt. Sogar der Betreiber des Hotels stand schon fest: Best Western, derzeit bereits in Erding angesiedelt, wollte ein Vier-Sterne-Hotel im Steinpark eröffnen.

Doch jetzt stehen die Pläne auf dem Prüfstand. Denn mit der Firma Küblböck ist überraschend der Investor abgesprungen, der mit dem Steincenter bereits ein zentrales Bauwerk realisiert hat. Geschäftsleiter Herbert Küblböck bestätigte dem FT, dass das 9000 Quadratmeter große Grundstück verkauft wurde.

Dabei stand Küblböck bereits in den Startlöchern. „Wir wollten im März 2017 anfangen und hatten auch schon einen Generalunternehmer.“ Doch dann sei der Kaufvertrag mit der Stadt später als erwartet unterschrieben worden, nämlich erst im Juli 2017. Da aber sei der Generalunternehmer schon wieder abgesprungen. „Bei der Neuausschreibung haben wir niemanden mehr gefunden, der uns die Gebäude schlüsselfertig errichtet hätte“, sagt Küblböck. „Daher haben wir uns entschieden, das Grundstück einschließlich Baugenehmigung zu verkaufen.“

Abnehmer war die Project Gruppe, die in Nürnberg und Bamberg angesiedelt ist. Befürchtungen, dass das Filetstück im Steinpark nun zum Spekulationsobjekt werden könnte, zerstreut Ines Kilgenstein, Sprecherin des Unternehmens. „Der Grundstücksteil mit Wohngebäuden wird von uns selbst entwickelt und bebaut“, teilt sie mit. Grundlegendes an der ursprünglichen Planung wolle man nicht ändern. Project möchte aber mittels einer Eingabeplanung noch Details mit der Stadt klären, wie Kilgenstein erklärt.

Wie es mit dem Hotel weitergeht, ist noch unklar. Der neue Investor hält sich offen, ob er es selbst entwickeln möchte oder sich an einen Spezialisten für Hotelanlagen wendet. Damit wackeln auch die Pläne für Best Western. Zwar sei man miteinander in Kontakt, teilte Kilgenstein mit. Allerdings sei die Kette nur eine von mehreren Optionen. Best Western selbst ist, wie Sprecherin Anke Cimbal mitteilte, weiterhin „sehr interessiert“ am Standort Freising.

OB Tobias Eschenbacher wurde von dem Deal überrascht. „Es wäre natürlich ärgerlich, wenn es dadurch zu großen Verzögerungen käme“, sagte er dem FT. „Wer letztendlich loslegt, spielt aber keine so große Rolle.“ Hauptsache, das Projekt werde so umgesetzt wie geplant. „Denn dahinter steht ein gut durchdachtes städtebauliches Konzept.“ Insgesamt hat die Project Gruppe fünf Jahre Zeit, die Pläne zu realisieren. So lange gilt die Baugenehmigung. „Der neue Investor ist aber gut beraten, die Pläne schnell umzusetzen“, betont Eschenbacher. Danach sieht es auch aus. Wie Kilgenstein von der Project Gruppe mitteilt, ist Vertriebs- und Baustart für 2019 geplant.

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