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Den neuen Ordensträgern Toni Lutz (4. v. r.) und Jakob Münsterer (2. v. r.) gratulierten der Deutsche Pflanzerpräsident Johann Pichlmaier, Staatsminister Helmut Brunner, Wirtschaftsverbandssprecher Peter Hintermeier, Adolf Schapfl als Vorsitzender der Hallertauer Pflanzer und der Präsident der Landesanstalt für Landwirtschaft, Jakob Opperer (v. l.).

Ordensverleihung 

Meilensteine in der Hopfenforschung gesetzt

Für besondere Verdienste um das „Grüne Gold“ hat das Internationale Hopfenbaubüro (IHB) den Hopfenorden eingeführt. Bis ins 14. Jahrhundert geht dessen Verleihung zurück, die einst „Johann der Furchtlose“, Herzog von Burgund und König von Brabant eingeführt hatten.

Abensberg – Ziel war es, verdiente Personen zu ehren, die sich um den Hopfen und dessen Entwicklung in besonderer Weise hervorgetan haben.

So wie es Anton Lutz und Jakob Münsterer in diesen Tagen tun, die im Beisein von Staatsminister Helmut Brunner bei der Rundfahrt mit dem Ehrenzeichen samt Urkunde ausgezeichnet wurden. Und was im 14. Jahrhundert „Johann der Furchtlose“ erledigte, übernahm bei der Hopfenrundfahrt Johann Pichlmaier, Oberhaupt der deutschen Pflanzer und Mitglied des Internationalen Hopfenbaubüros (IHB).

„Jakob Münsterer und Toni Lutz haben Meilensteine in der Hopfenforschung gesetzt“, würdigte Pichlmeier die Wissenschaftler, die sich beide am Standort Hüll dem „Grünen Gold“ widmen. Als gebürtiger Hallertauer habe Toni Lutz, der in Gschwend bei Geroldshausen aufwuchs und seit 1999 in Hüll als technischer Leiter fungiert, trotz Agrarstudium längst ein Gefühl wie ein Brauer entwickelt, der um die Wirkung von Hopfen auf das Endprodukt Bier wisse.

Die Hopfensorte Herkues etwa, die 2006 auf den Markt gekommen sei, habe er fertig gezüchtet, ebenso habe Lutz durch Züchtungen und Kreuzungen großen Anteil an den neuen Flavour-Hops-Sorten aus Hüll. Pichlmaier: „Und er hat noch viele Züchtungen in der Pipeline.“

Auch von Jakob Münsterer aus Osterwaal bei Au wird man noch viel hören. Er arbeitet seit 1993 in der Landesanstalt und führt nebenbei auch noch seinen Hopfenbaubetrieb. Seine Forschungen im Bereich „Produktionstechnik im Hopfenbau“ könnten meist unmittelbar auf den Betrieben umgesetzt werden, lobte der Pflanzerpräsident den Osterwaaler. Gar Meister seines Fachs und weltweit geschätzt sei Münsterer beim Thema Hopfentrocknung.

Martin Hellerbrand

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