+
Virtuoses Zusammenspiel: Professor Ulrich Vogel persönlich begleitete beim Auftaktkonzert am Flügel den Ausnahme-Celllisten Martin Matos (Cello).

Meisterkurs im Camerloher-Gymnasium

Musik-Talente und Infos zum Auftakt

Bereits zum fünften Mal veranstalten die Städtische Musikschule Freising und das Camerloher-Gymnasium den Freisinger Meisterkurs. Dazu gehört auch das Auftaktkonzert, das diesmal viele Zuhörer in die Camerloher-Aula lockte. Dabei konnte sich das Publikum nicht nur an den exzellenten Darbietungen der vier Nachwuchsmusiker freuen, sondern erfuhr auch viele Details aus dem Leben eines jungen Musikers. Zusammen mit Professor Ulrich Vogel erzählten Sandra Rieger, Martin Matos, Pascal Menke und Daniel Weinberger über ihren Werdegang und beantworteten viele Fragen aus dem Publikum.

Freising – Als vor über fünf Jahren die Freisinger Stadträtin und Musikbegeisterte Maria Lintl zusammen mit Martin Keeser (Leiter der Städtischen Musikschule) und Sebastian Brand (Fachbetreuer Musik am Camerloher-Gymnasium) die Idee eines Meisterkurses hatte, war sie nicht ganz sicher, ob eine solche Veranstaltung von den Freisinger Nachwuchsmusiker angenommen werden würde. Aber: „Unser Meisterkurs hat sich etabliert“, freute sie sich am Mittwochabend beim Auftaktkonzert Ulroch Vogel, der jedes Jahr für ein paar Tage von Weimar nach Freising kommt, um mit den vielen Freisinger Musiktalenten zu arbeiten.

Der Freisinger Meisterkurs ist zu einem Selbstläufer geworden. „Wir haben mittlerweile deutlich mehr Interessenten, als wir annehmen können“, verriet Ulrich Vogel in der Camerloher-Aula. Und dass dieser Kurs überhaupt realisiert werden kann, verdanken die Organisatoren auch einigen wichtigen Sponsoren, allen voran dem Münchner Flughafen und dem Kulturfonds der Stadt Freising.

Im ersten Teil des Abends präsentierten die vier Nachwuchsmusiker Sandra Rieger, Martin Matos, Pascal Menke und Daniel Weinberger, Ausschnitte aus ihrem vielfältigen Repertoire. Eine knappe Stunde Musikgenuss pur.

In der Talk-Runde nach dem Konzert erzählten die vier Musikstudenten ein wenig über ihren Werdegang. Sandra Rieger, Martin Matos und Pascal Menke sind guter Dinge, dass sie sich nach dem Abschluss ihres Studiums als Profi-Musiker ihren Lebensunterhalt verdienen können. Der Posaunist Daniel Weinberger hingegen äußerte Zweifel: „Als Posaunist ist das nicht ganz einfach.“ Deshalb habe er sein Musikstudium in Graz abgebrochen und startet in Augsburg mit Sozialwissenschaften. Freilich wolle er die Musik nicht aufgeben. Er hofft, dass er Musik als Zweitstudium weitermachen kann: „Dann werde ich weitersehen.“

Ein wichtiges Motto des Auftaktabends war zweifelfrei: Musik macht Spaß. Diese Botschaft vermittelten Ulrich Vogel und die vier Nachwuchsmusiker perfekt. Bis zum heutigen Samstag arbeitet der Professor aus Weimar im Camerloher-Gymnasium mit den Schülern. Ihm zur Seite steht der bekannte Geiger auch heuer wieder Franz Scheurer.

In einem öffentlichen Konzert am morgeegn Sonntag präsentieren dann die Schüler ab 15 Uhr im Pavillon der Musikschule ihr Können. Der Eintritt ist frei.


Gut zu wissen

Die Teilnehmer am Meisterkurs sind diesmal: Lilly und Valerie Bulenda, Theresa Drösler, Daniela Grepmair, Sophie Grimm, Magdalena Hübner, Hannes Lehmann, Rosa Matos, Matthis Melzer, Felix und Maxim Rahimpour, Franziska Wagner und Anna Weinhold.                                                             sp

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Freisinger Landtagskandidaten stehen fest
Die Kandidaten für die Landtagswahlen im Oktober stehen fest. Für den Landkreis Freising treten an:
Freisinger Landtagskandidaten stehen fest
Als Lausbub im Seilerbrückl...
Aus dem Lausbuam ist ein Autor geworden. Franz Xaver Brunngartner (64) hat ein Buch über seine abenteuerliche Kindheit in Freising geschrieben - er erlebte …
Als Lausbub im Seilerbrückl...
Freisinger Brücken werden regelmäßig „abgeklopft“
Der Brückeneinsturz in Genua erschüttert die Welt. Einige Menschen im Landkreis stellen sich nun die Frage: Wie steht es um die Brücken im Landkreis? 
Freisinger Brücken werden regelmäßig „abgeklopft“
Ehemalige Freisingerin stört sich an Hindenburg-Hausnummernschild
Die ehemalige Freisingerin Edith Wiesenfeldt empört sich: Denn in der Unteren Hauptstraße in Freising hängen immer noch Hausnummernschilder mit Hindenburg-Schriftzug aus …
Ehemalige Freisingerin stört sich an Hindenburg-Hausnummernschild

Kommentare