Melodisch, aber hart: Die Freisinger Band Leaderless Revolution bot viel Gelegenheit, die Nackenmuskeln zu trainieren – und liefert zeitgleich einen musikalischen Genuss mit der neuen CD. FOTO: GLEIXNER

Konzert in Freising

Metal im Lindenkeller: Melodien in Schwarz

Freising - Vier Stunden lang Headbanging, bis das Genick schmerzt. Am Samstag stellte die Freisinger Band Leaderless Revolution im Lindenkeller ihr neues Album „Sunset of our awful world“ vor.

Neben den Headlinern Leaderless Revolution aus Freising standen Hokum aus Moosburg, Sektor aus Landshut und Rapture aus München auf der Bühne. Musiker und Fans waren zum überwiegenden Teil ebenso schwarz gekleidet wie die Wände im Unterhaus.

Den lauten Startschuss gab es von Sektor: Hybrid Blackened Death Sound - so beschreiben die Jungs aus der niederbayerischen Landeshauptstadt das, was sie da mit bösen Gitarrenriffs und tiefer, rauer und vor allem lauter Stimme dem Publikum boten. Auch wer sich in der Metal-Szene nicht so auskennt, kann erahnen: Hybrid Blackened Death Sound kann ganz gut hinkommen.

Einfach nur Metal - das spielten Rapture. Wobei sich das musikalische Dezibelgewitter, das über den Fans niederging, nicht so sehr von der Darbietung ihrer Vorgänger zu unterscheiden schien. Immerhin: Der Soundcheck vor dem Auftritt war profimäßig, auf den ersten, stampfenden Song folgte ein urbayerisches „Servus!“ des Sängers.

Mit Hokum erklommen die ersten Lokalheroes die Bühne, die schon des Öfteren in Freisinger Landen zu hören waren: Auch dieses Quintett hat sich relativ bescheiden dem Metal verschrieben: „Hokum is metal“, heißt es beispielsweise auf der Homepage. Doch bei Hokum ist das irgendwie mehr: musikalisch ausgereifter, künstlerisch anspruchsvoller.

Und dann eben - der Hauptgig des Abends - Leaderless Revolution: Das sind Leadsänger Giuseppe „Joe“ Mirabelli, Leadgitarrist Georg te Heesen, Christopher Badea an der Rhythmusgitarre und Tobias Huber am Bass sowie Drummer Dominic Freyberg. Metal ist auch das, was die führerlosen Revolutionäre ihren Stromgitarren, Trommeln und Stimmbändern entlocken. Aber es ist die spezielle Unterart des Melodic Death. Will heißen: Melodisch, aber hart. Das neue Album des Quintetts, das der Münchner Metal-Szene einen „Schubs“ geben will, entspricht genau dieser Beschreibung. Für Metal ist es durchaus melodisch.

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