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Die Planen lösen sich schon auf: Für die Sanierung das denkmalgeschützten, seit einen Brand arg lädierte Mesnerhaus, wird es allmählich Zeit. 

Gebäude immer noch verhüllt

Mesnerhaus in Neufahrn: Konkrete Pläne, aber noch keine Genehmigung

Auch wenn es manchen nicht schnell genug geht: Die Sanierung des Mesnerhauses als Stätte der Bildung und Kultur nimmt Formen an. Architekt Reinhard Fiedler hat jetzt konkrete Pläne vorgelegt – und die Kosten halten sich in Grenzen: Sie liegen bei knapp einer Million Euro.

Neufahrn – Nach einem Dachstuhlbrand im September 2015 bot das alte Mesnerhaus ein trauriges Bild. Seither ist es eingerüstet und mit Planen verhangen. Vergleiche mit Verhüllungskünster Christo hin oder her – das machte es nicht besser. Wohl mit ein Grund, warum man jetzt bei der Vorstellung der Planung im Gemeinderat etwas Ungeduld und Missmut an den Tag legte.

Bei Markus Funke (FDP) bemängelte, dass seit einem Jahr „nichts passiert“ sei. Dabei sei das Gebäude „nicht besser und auch nicht schöner geworden“, monierte er. Und das, obwohl Fiedler doch in seinem Lagebericht vorausgeschickt hatte, dass es bei solchen denkmalgeschützten Gebäuden „sehr viel im Hintergrund“ abzuklären gelte. Der Architekt räumte ein, dass es noch zu keinen „großen baulichen Maßnahmen“ gekommen sei. Man habe sich aber mit den Behörden auseinandergesetzt und vorgefühlt, was möglich ist und was nicht. Richtig beginnen könne man mit den Sanierungs- und Ausbauarbeiten aber erst, wenn eine Genehmigung vorliege.

Einer Spekulation von Funke, wonach es nur die Baukosten in die Höhe treibe, wenn man „so viel Zeit ins Land gehen“ lasse, hielt Fieder die Schätzung von 950 000 Euro entgegen. Ohne Außenaufzug, wie er einschränkte. Der würde noch einmal 65 000 Euro kosten.

Schmucke Fassade: So könnte das Mesnerhaus aussehen, wenn es fertig ist. Der Entwurf stammt von Architekt Reinhard Fiedler.

Den Kosten steht indes ein umfangreiches Nutzungskonzept gegenüber. Demnach sollen nicht nur Erd- und Obergeschoss, sondern auch das Dachgeschoss zu nutzen sein – als Stuhllager und Aufbewahrungsort für Requisiten. Möglich ist das, indem man eine neue Balkenlage einzieht, die dann mehr Raum biete. Im Erdgeschoss sollen Räume für die Heimatpflege sowie Toiletten entstehen. Das Obergeschoss ist für einen 70 Quadratmeter großen, „multifunktionalen Veranstaltungsraum mit Bewirtungsmöglichkeit“ vorgesehen. Laut Fiedler können dort Ausstellungen und Vorträge abgehalten werden.

Zweifel gab es daran, ob das Verbringen der Stühle ins Dachgeschoss praktikabel sei und nicht zu viel Umstände mache. Hans Mayer (CSU) widersprach. Im alten Schulhaus in Mintraching sei das schließlich auch kein Problem.

Fiedler nannte „Februar bis Mai 2018“ als Fertigstellungstermin. Gerhard Michels (CSU) konnte das, angesichts der knapp bemessenen Zeit, nicht recht glauben: „Das fliegt uns noch um die Ohren.“

Alexander Fischer

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