+

Gebäude bleibt verhüllt

Mesnerhaus Neufahrn: Tüfteln am Gesamtkonzept - aber ein Dach kommt heuer nicht mehr

Neufahrn - Die Hoffnung, dass das durch einen Brand arg in Mitleidenschaft gezogene Mesnerhaus heuer noch ein neues Dach bekommt, schwindet. Bürgermeister Franz Heilmeier hatte bei der Jahreshauptversammlung des Heimat- und Geschichtsvereins noch spekuliert, dass es bis zum Winter mit einem neuen Dachstuhl klappen könnte. Wie Bauamtsleiter Michael Schöfer jetzt dem FT mitteilte, wird daraus aber nichts.

Es sieht immer noch ein bisschen so aus, als hätte Aktionskünstler Christo Hand ans Mesnerhaus angelegt und es kunstvoll verhüllt. Das bleibt wohl auch noch eine Weile so. Die Angelegenheit stellt sich nämlich komplizierter dar als zunächst angenommen – wegen Auflagen des Denkmalsschutzes und einer kürzlich in Betracht gezogenen Nutzung des Dachgeschoßes.

Auf einer Informationsveranstaltung war man übereingekommen, eine Kombi-Lösung aus Kulturzentrum, mit breiter Nutzung und einem historischen Archiv in dem denkmalgeschützten Gebäude anzustreben. Dumm nur, dass der Platz begrenzt scheint. Schöfer hatte deshalb einen Ausbau des Dachstuhles ins Spiel gebracht. Dazu müsste man aber von der ursprünglichen Konstruktion abrücken. Ziel ist es, mehr Höhe im Dachgeschoss des Mesnerhauses zu erlangen. Alles Dinge, die nach Auskunft des Bauamtsleiters jetzt erst mit dem Landesamt für Denkmalpflege abgeklärt werden müssten.

Architekt Reinhard Fiedler sei derzeit gerade dabei, ein Gesamtkonzept für das Mesnerhaus zu erstellen. Probleme, dass das historische Gebäude unter den Einwirkungen des Winters leiden könne, sieht Schöfer nicht. Der mit Gerüst und Planen gesicherte, ausgebrannte Dachstuhl, sei dicht. Dass es feucht unter der provisorischen Konstruktion werde, stehe nicht zu befürchten, erklärte Schöfer.

Der Vorschlag aus dem Mesnerhaus eine Art Künstlerhaus, respektive ein Kulturzentrum zu machen, war von Kulturreferentin Christa Kürzinger gekommen.

Den Erhalt und eine öffentliche Nutzung des Mesnerhauses hatte sich auch und gerade der Heimat- und Geschichtsverein auf die Fahnen geschrieben. Dessen Vorsitzender, Ernest Lang, sieht die jüngst in Betracht gezogenen Pläne positiv. „Wir begleiten das weiter und sprechen uns mit Bürgermeister Heilmeier ab“, sagte Lang auf telefonische Anfrage. Das Wichtigste aus Sicht des Vereines sei, dass ein Verkauf des historischen Gebäudes nicht mehr in Betracht komme.

Alexander Fischer

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

„Feuer und Klang“ in Priel: FFW will Party auch ohne Radiosender stemmen
Die „Feuer und Klang“ Party aus 2016 spornt die Feuerwehr an: Die Kameraden wollen heuer wieder eine legendäre Feier schmeißen - diesmal komplett aus eigener Kraft.
„Feuer und Klang“ in Priel: FFW will Party auch ohne Radiosender stemmen
Azubi (19) wegen Körperverletzung auf der Anklagebank 
Einen kräftigen Schlag ins Gesicht hat ein Azubi dem Türsteher einer Diskothek im Gemeindegebiet Wolfersdorf verpasst. Wegen Körperverletzung musste er sich nun vor dem …
Azubi (19) wegen Körperverletzung auf der Anklagebank 
Der Prinzregent gibt sich die Ehre
Prinzregent Luitpold gab unlängst der Laienbühne Freising im Schloss Fürstenried, dem Exerzitienhaus der Erzdiözese München und Freising, eine Audienz. Des Rätsels …
Der Prinzregent gibt sich die Ehre
Qualifizierten Kräften stehen alle Türen offen
Einen erfolgreichen Jahrgang schickten die Münchner Meisterschulen am Ostbahnhof hinaus ins Wirtschaftsleben. 301 junge Frauen und Männer bestanden die Meisterprüfung – …
Qualifizierten Kräften stehen alle Türen offen

Kommentare