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MibiKids: Eine Freisinger Erfolgsgeschichte

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Deutsch lernt man auch beim Singen. Allerdings unternehmen die MiBIKids auch Ausflüge, um deutsche Kultur umfassend kennenzulernen. © Lehmann

Migration und Bildung müssen sich nicht ausschließen. Das beweist der Verein „MibiKids“ (Migration Bildung Kinder) seit mittlerweile sieben Jahren.

Freising – Beim Maifest im St. Georgs-Saal in Freising gab es ein buntes Programm mit gemeinsamem Singen und kulinarischen Genüssen, aber auch viel Infos für die Gäste. Vorsitzender Samuel Fosso: „Zuerst wird bei „MiBiKids“ gearbeitet und dann kommt das Feiern“.

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Mit vier Teilnehmern hat Samuel Fosso einmal angefangen. Heute umfasst das Projekt MiBiKids 217 teilnehmer aus 40 Nationen. © Lehmann

Mit vier Teilnehmern hat Fosso im Jahr 2010 den Verein gegründet und ein großes Problem an den Wurzeln angepackt: Er organisierte Deutschsprachförderung für Kindergarten- und Grundschulkinder sowie für Mütter mit Migrationshintergrund. Und zwar kostenfrei. Dafür hat MiBiKids den Integrationspreis der Regierung von Oberbayern 2013 erhalten. Heute werden 217 Teilnehmer aus mehr als 40 verschiedenen Nationen unterrichtet. 50 Gruppenleiter leisten in 64 Gruppen 80 Stunden in der Woche: alles ehrenamtlich. Seit 2012 gibt es das Angebot in Neufahrn, 2014 wurde ein Standort in Moosburg eröffnet und seit letztem Jahr ist auch der Markt Nandlstadt mit von der Partie. In den Ferien gibt es Intensivkurse und auch Projekte wie Ausflüge in die Natur zu Imkern, Bauernhöfen und Förstern und Naturschützern. Denn: die deutsche Kultur erlerne man schließlich nicht nur im Klassenzimmer, betont Fosso.

Kommunalpolitiker der MiBiKids-Standorte betonten in ihren Grußworten, wie wichtig die Sprache zur Teilhabe sei. Die Sprache baue Brücken, sagte Michael Stanglmaier aus Moosburg. Thomas Seidenberger (Neufahrn), Gerhard Betz (Nandlstadt) und Hans Hölzl (Freising) unterstrichen die enorme Bedeutung des sprachlichen Fundaments, das die Migrantenkinder bei MiBiKids erhielten.

Die Ehrengäste saßen diesmal nicht in der ersten Reihe, sondern mittendrin. Schließlich seien es heute die Kinder, die besonders begrüßt werden sollten, sagte Landrat Josef Hauner.

Maria Martin

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