Willkommen im Team! Michael Schwaiger (l.) wird ab 1. Oktober eng mit Vorsitzender Monika Haslberger zusammenarbeiten. Er beerbt Franz Burger als Geschäftsführer. Foto: Lehmann

Michael Schwaiger wird Nachfolger von Lebenshilfe-Geschäftsführer Franz Burger

Freising - Er tauscht knapp 600 Mitarbeiter und jede Menge Referate im Landratsamt gegen über 600 Mitarbeiter und 26 Einrichtungen der Lebenshilfe Freising ein: Michael Schwaiger (43), noch bis 30. April Landrat, ab 1. Oktober dann der Geschäftsführer der Lebenshilfe. Nun wurde der Nachfolger von Franz Burger (63), der noch bis Ende 2014 im Amt bleibt, offiziell vorgestellt.

Sowohl Schwaiger als auch der Vorsitzenden der Lebenshilfe, Monika Haslberger, war ein Punkt besonders wichtig: Schwaiger habe - wie „eine ganze Reihe von Bewerbern aus ganz Deutschland“ auch, so Haslberger - das normale Bewerbungsverfahren durchlaufen. Warum sich der Vorstand dann - und zwar einstimmig - für Schwaiger entschieden habe, dafür listete Haslberger mehrere Gründe auf: Schwaiger kenne als Landrat und (bis zum Beginn des Auswahlverfahrens) als Vorstandsmitglied die Lebenshilfe gut. Er habe Erfahrung mit einer Verwaltung in dieser Größenordnung. Er sei kaufmännisch gut ausgebildet. Er verfüge über ein sehr gutes Netzwerk in die Kommunal-, Landes- und Bundespolitik. Er kenne die Ansprechpartner, die für die Lebenshilfe wichtig seien. Und nicht zuletzt: Schwaiger habe überzeugend darlegen können, dass „er es gerne machen möchte“, dass er sich bewusst für die Lebenshilfe und deren Einsatz für Menschen mit Behinderung entschieden habe.

Stefan Weinzierl, der Selbstvertreter der Menschen mit Behinderungen im Lebenshilfe-Vorstand, sah das genauso: Schwaiger werde „in unserem Sinn handeln“ und sich „auf politischer Ebene für uns einsetzen“. Und auch Burger, der nach 24 Jahren die Geschäftsführung „beruhigt“ abgeben und in den Ruhestand gehen kann, war überzeugt, in Schwaiger den richtigen Nachfolger gefunden zu haben.

Schwaiger selbst sieht sich vor einer „sehr spannenden, interessanten und herausfordernden Aufgabe“. Die fünf Monate bis zum 1. Oktober benötige er für seine Regeneration, nachdem er als Landrat an seine Grenzen gestoßen sei. Ärztlicher Rat habe ihm versichert, dass er nach dieser „Auszeit“ Kraft genug habe und für die neue Tätigkeit bereit sei. Schwaiger, der drei Monate lang zusammen mit Burger die Geschäfte führen wird, betonte: Der Unterschied zur Tätigkeit als Landrat liege darin, dass bei der Lebenshilfe der Fokus auf einem großen Thema liege - nicht wie beim Landkreis auf allem von A bis Z. Zudem stehe man als Geschäftsführer der Lebenshilfe nicht ständig im Licht der Öffentlichkeit - anders als ein Landrat. (zz)

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