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Minister Herrmann: Schroffer Empfang in Hallbergmoos

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Er nahm sich Zeit für die 60 Startbahngegner, der bayerische Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann, der hier gerade der Freisinger Bürgermeisterin Eva Bönig die Hand schüttelt. Die forderte Herrmann auf, in Sachen Startbahn „zum Nachdenken“ zu kommen. Foto: ev
Er nahm sich Zeit für die 60 Startbahngegner, der bayerische Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann, der hier gerade der Freisinger Bürgermeisterin Eva Bönig die Hand schüttelt. Die forderte Herrmann auf, in Sachen Startbahn „zum Nachdenken“ zu kommen. Foto: ev

Hallbergmoos - Rund 60 Startbahngegner haben Bayerns Innenminister Joachim Herrmann am Montagabend in Hallbergmoos erwartet - und ihm ins Gewissen geredet.

Der Minister war auf Einladung des CSU-Ortsverbandes gekommen, um im Alten Wirt über Sicherheits- und Asylpolitik zu sprechen. „Wir wollen den Innen- und Verkehrsminister nicht ungeschoren davonkommen lassen. Während Ministerpräsident Horst Seehofer Gespräche führt und zu überlegen scheint, hat sich der Innenminister gerade vehement für die dritte Startbahn ausgesprochen“, erklärte Versammlungsleiter Jürgen Steiner (Bürgerinitiative gegen Fluglärm). „Er soll ruhig sehen, dass wir nach wie vor gegen die dritte Startbahn kämpfen.“ Bei seinem Eintreffen gegen 19.30 Uhr stellte sich der Minister überraschenderweise den Demonstranten: Er begrüßte etliche Demonstranten, die sich an der Straße vor dem Gasthof postiert hatten, mit einem Händeschütteln und hörte sich erst einmal deren Argumente an.

Herrmann unterstrich, dass er prinzipiell an die Notwendigkeit der dritten Startbahn „glaube“ und verwies auf die gerichtlichen Entscheidungen. Die Demonstranten hielten dagegen und warfen dem Minister die Zerstörung der Heimat vor. Helga Stieglmeier vom Aktionsbündnis Aufgemuckt kritisierte Herrmann, dass er „keine Fakten parat habe“, mit dem Glauben sei’s nicht getan. Eva Bönig, Bürgermeisterin der Stadt Freising, äußerte ihre Hoffnung: „Vielleicht kommen Sie zum Nachdenken. So wie Herr Seehofer auch.“

Herrmann signalisierte indes Gesprächsbereitschaft: „Ich stelle mich gerne einer Diskussion.“ BI-Sprecher Hartmut Binner übergab Hermann den neuesten „Faktencheck“ von Aufgemuckt. In der Broschüre erläutern die Startbahngegner ihre - konträre - Position zu den von der FMG und IHK verbreiteten Zahlen zu Flugverkehr und Arbeitsmarkt.

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