Die 80er-Zone gehört bald der Vergangenheit an: Die entsprechende Beschilderung wird schon bald aufgebaut. foto: FISCHER

Aufgepasst

Mintraching: Neue 60er-Zone kommt: Runter vom Gas!

Die Einfahrt, respektive die Ausfahrt vom Sportgelände des FC Mintraching ist bisweilen nicht einfach. Die Autos kommen auf der Erdinger Straße Richtung Isarbrücke mit 80 Stundenkilometern daher. Bei starkem Verkehr lässt sich kaum eine Lücke finden. Das gehört wohl bald der Vergangenheit an.

Mintraching– „Wir nehmen das mit“, sagt Rathauschef Franz Heilmeier in der Regel, wenn in einer Bürgerversammlung Unmut aufkommt über Raser und andere Verkehrsprobleme. Will heißen: „Wir kümmern uns darum.“ Im Fall der Staatsstraße 2053 und besagter Sportheim-Ausfahrt hat das nun offenbar Wirkung gezeigt.

Wie das Landratsamt bestätigte, hat die Gemeinde die Sache in die Hand genommen und sich für die mehrfach geforderte Geschwindigkeitsbegrenzung von 60 Stundenkilometern eingesetzt. „Es lagen Anträge der Gemeinde Neufahrn sowie weiterer Personen auf eine Vereinheitlichung des Tempos vor,“ bestätigte Pressesprecherin Eva Dörpinghaus. Das deckt sich mit einer Mitteilung von Gemeinderat Norbert Manhart (Grüne), der sich ebenfalls für eine Reduzierung auf 60 Stundenkilometer an der neuralgischen Stelle eingesetzt hat. Das Argument, dass man keinen Einfluss habe, weil es sich um eine Staatsstraße handelt und das dort nicht gehe, wollte Manhart nicht gelten lassen. Denn auf der anderen Seite der Isarbrücke ginge es doch auch, lautete sein Einwand.

Die Lösung hat jetzt eine Ortseinsicht gebracht. Laut Dörpinghaus hat es bei einem entsprechenden Termin eine Abstimmung zwischen Polizei, Straßenbaulastträger und Straßenverkehrsbehörde gegeben. Im Fall der St 2053 zwischen Mintraching-Grüneck und dem Kreisverkehr vor Hallbergmoos wechselt die Beschilderung demnach auf verhältnismäßig kurzen Abschnitten zwischen 80 und 60 Stundenkilometern. Nach der Fertigstellung der Brücke über die Isar sei aufgrund ihrer Trassierung und der erforderlichen Sichtweiten in Teilbereichen ohnehin eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 60 km/h erforderlich geworden, hieß es in der Pressemitteilung.

Am Ende kam man zu der Einsicht, dass es „gerade auf dem jetzt neu geschwindigkeitsreduzierten Teilstück vor Mintraching wegen des dort liegenden Sportplatzes zu häufigen Überquerungen der Straße durch Fußgängern kommt“. Mehr noch: Die Sicht beim Linksabbiegen aus dem Sportgelände in Richtung Mintraching-Grüneck sei eingeschränkt. Gegenüberliegend befände sich eine Autowerkstatt, die zusätzlich Linksabbieger nach sich ziehe. Wohlgemerkt ohne, dass es eine Abbiegespur dafür gebe. Im weiteren Streckenverlauf komme es noch dazu zu Querungen von Radfahrern und Spaziergängern, die die Wege entlang der Isar nutzten würden.

Alle Beteiligten waren sich aufgrund dessen einig, dass eine Reduzierung der erlaubten Höchstgeschwindigkeit auf 60 Stundenkilometer und deren Aufrechterhaltung in beiden Fahrtrichtungen zu einer nachhaltigen Verbesserung der Verkehrssicherheit führt. In der Mitteilung des Landratsamtes heißt es abschließend: „Die Maßnahme ist bereits angeordnet und wird in den nächsten Wochen entsprechend umgesetzt.“

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