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Das leerstehende Haus muss weichen - und macht moderner Architektur Platz. 

Barrierefrei Wohnen

Modern statt verlassen

Ländliche Tradition und moderne Architektur sind in der Gemeinde Haag kein Widerspruch. Das wurde mit der Bewilligung eines Bauantrags auf einem Grundstück zwischen Pfarrer Weingand Straße und Freisinger Straße deutlich.

HaagIn Haag sollen in zwei Baukörpern mit Flachdächern neun Wohneinheiten mit unterschiedlich großer Wohnfläche entstehen. Das alte Herrenhaus, das seit vielen Jahren auf dem Hanggrundstück mit der Flurnummer 119 fast ein „Geisterhaus-Dasein“ fristet, sei zwar einerseits schade, wenn es abgerissen würde, waren sich die Bauherren der Firma Wohnbau Senger+Stork einig. Doch ein schönes Grundstück inmitten des Ortes könne doch auch anders genutzt sein. Zum Beispiel mit zeitlos schöner Bebauung, die sogar zum Teil barrierefrei realisiert werden kann.

„Die Barrierefreiheit ist für uns ein großes Plus“, betonte Bürgermeister Anton Geier in der Gemeinderatsitzung am Dienstag. Unter dem südlichen Wohnhaus (Haus A) wird eine Tiefgarage realisiert, die von der Freisinger Straße aus ebenerdig befahren werden kann. Im Anschluss an die Tiefgarage soll eine Verbindung zum nördlichen Wohnhaus (Haus B)entstehen. In dem Schleusenbereich gibt es Unterstellmöglichkeiten für Fahrräder und einen Aufzug, der die Barrierefreiheit des nördlichen Grundstückes sicher stellt. Die Wohnflächen der einzelnen Wohnungen sind von 68 bis zu 146 Quadratmetern berechnet. Fünf Wohneinheiten werden barrierefrei zu erreichen sein.

Hang muss abgesichert werden

Ob die extreme Hanglage bei der Bebauung nicht hinderlich wäre, wollte Gemeinderat Hans Schindlbeck wissen. „Man weiß ja nie, ob der Hang abrutschen kann.“ Rein rechnerisch könne das abgesichert werden, betonte ein Vertreter der Wohnbaufirma. Man habe schon vielfach mit Spezialfirmen zusammen gearbeitet. „Dafür gibt es Fachleute.“ Bürgermeister Anton Geier wies darauf hin, dass das Bauvorhaben bereits im Vorfeld mit der Baugenehmigungsbehörde abgestimmt worden sei. Auch die Räte hatten bereits in einer nicht öffentlichen Sitzung grundsätzlich Einverständnis mit den vorgelegten Entwürfen gezeigt.

Die zu erstellende Abwasserentsorgung auf Grundstück und öffentlichen Verkehrsflächen sei auf Kosten des Antragsstellers herzustellen. Das gemeindliche Einvernehmen wurde in der Sitzung am Dienstag erteilt.

Maria Martin

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