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Auch für Lehrkräfte eine große Herausforderung: die rasche Entwicklung der Digitalisierung im Schullalltag. 

Pädagogischer Tag an der Berufschule   

Die Möglichkeiten im digitalen Klassenzimmer der Zukunft

„Auswirkungen der Digitalisierung auf die berufliche Bildung“: Dieses Thema wird momentan in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik, aber natürlich auch in der Bildung viel und zum Teil kontrovers diskutiert. Es beherrscht den Ablauf beruflicher Schulen – denn: die zunehmende Digitalisierung beeinflusst die Welt, die Lebensbereich der Schüler sowohl im privaten als auch beruflichen Alltag spürbar.

Freising Damit stellt die rasche Entwicklung der Digitalisierung auch die Lehrkräfte vor große Herausforderungen. Gründe genug also, um sich diesem wichtigen Thema intensiv zu widmen. Das geschah Ende November anlässlich eines pädagogischen Tags am Staatlichen Beruflichen Schulzentrum Freising.

Das Schulentwicklungsteam mit Oberstudienrat Michael Eiermann an der Spitze hatte mit dem Innenkoordinator, Studienrat Philipp Reiter, einen für alle Beteiligten sehr gewinnbringenden Tag organisiert. Bei ihrer Begrüßung zeigten Eiermann sowie Schulleiter Oberstudiendirektor Matthias Fischer auf, wie rasant digitale Medien allein im zurückliegenden Jahrzehnt in die Lebenswirklichkeit eingezogen sind. Deshalb werde die Digitalisierung künftig noch stärker in den Fokus der Lehrkräfte an beruflichen Schulen rücken als bisher.

Es sei dabei eine große Chance, die Schüler im Unterricht in der ihnen vertrauten Medienwelt abzuholen und mitzunehmen. Gleichzeitig, so die Pädagogen, müsse man ihnen Orientierung und Werte vermitteln und die Jugendlichen und Heranwachsenende bei der Entwicklung hin zu gereiften Persönlichkeiten begleiten, damit sie gegenüber den Gefahren der Digitalisierung gewappnet seien.

Als Gastredner konnte Michael Sailer von der Ludwig-Maximilian-Universität in München gewonnen werden. Sailer beschäftigt sich als wissenschaftlicher Mitarbeiter mit der Forschung zum Lernen mit digitalen Medien. In diesem Zusammenhang stellte er seine für die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (VBW) durchgeführte und soeben veröffentlichte Studie „Digitale Bildung an bayerischen Schulen“ vor und gab auf Basis der Ergebnisse Empfehlungen für die Arbeit der Lehrkräfte an Berufsschulen ab.

Insbesondere gelte es für die Zukunft, digitale Medien nicht nur zu Präsentationszwecken, sondern auch zur Interaktion zu nutzen. Nach seinen Erkenntnissen bergen digitale Medien außerdem ein großes Potenzial für differenzierten Unterricht, der sehr individuell auf Schülerbedürfnisse zugeschnitten werden könne, was angesichts der großen Heterogenität der Lernenden gerade auch an beruflichen Schulen eine große Rolle spiele.

Nach diesem aufschlussreichen Vortrag intensivierte das Kollegium im jeweiligen Fachbereich das Gehörte. Je nach Berufsbild machte man sich darüber Gedanken, wie künftig digitale Medien zielgerichtet und berufsspezifisch noch besser in den Unterricht integriert werden können.

Die Vorstellung der Möglichkeiten eines digitalen Klassenzimmers durch Studienrat Klaus Lichtenegger rundeten den pädagogischen Tag ab. Das digitale Klassenzimmer hat das Staatliche Berufliche Schulzenrum Freising als Experimentierraum eingerichtet und allen interessierten Lehrkräften zur Verfügung gestellt. Lichtenegger simulierte äußerst anschaulich den Einsatz von Smartphones, Skype und der Google Sprachsteuerung im Unterricht und gab somit dem Kollegium sinnvolle Möglichkeiten an die Hand, den Unterricht noch medialer zu gestalten.  ft

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