Polizei verbucht Ermittlungserfolg

Überfall aus 2015: Alles nur vorgespielt - der Mönch, der keiner war

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Freising - Es war ein absolut bizarrer Überfall: Bekleidet mit einer schwarzen Mönchskutte überfiel ein Unbekannter am 18. Juni 2015 eine Spielhalle in Freising. Jetzt verhaftete die Polizei den „Mönch“. Nicht nur der war ein Bluff, sondern der gesamte Überfall. Alles nur vorgetäuscht.

„Nach hartnäckigen Ermittlungen der Kripo Erding und mehrfachen Vernehmungen“, so hieß es gestern im Bericht des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord, knickte der 22-jährige Spielhallenangestellte schließlich ein. Er hatte seinerzeit der Polizei drastisch geschildert, wie ihn der Kuttenmann um 5 Uhr früh beim Aufsperren der Spielhalle überfallen habe: Von hinten habe ihm der „Mönch“ einen spitzen Gegenstand in den Rücken gebohrt. „Wenn Du nicht machst, was ich sage, passiert was“ soll die Drohung gelautet haben – vorgetragen in deutsch mit ausländischem Akzent. Daraufhin habe er ihm den gesamten Inhalt der Kasse gegeben. Videoaufzeichnungen dokumentierten den Überfall im Morgengrauen.

Tatsächlich war der Raubzug nur vorgetäuscht. Gemeinsam mit einem befreundeten damals 17-jährigen Moosburger hatte der Angestellte beschlossen, in der Spielothek seinen eigenen Coup zu landen und die Kasse leerzuräumen. Vom zurückliegenden Fasching war noch eine Mönchskutte liegengeblieben. Diese streifte der Moosburger Spezl über. Da klar war, dass die Räume der Spielothek mit Kameras überwacht werden, spielte das Duo dann den Überfall filmreif vor. Die Beute – ein vierstelliger Betrag – wurde aufgeteilt und für die Rückzahlung von Schulden und den Lebensbedarf ausgegeben. Doch die Polizei ließ nicht locker und bohrte nach – bis zum Geständnis des Haupttäters. Der befindet sich jetzt in Haft. Und der Mönch? Der saß schon in seiner Zelle. Laut Polizei ist der 17-jährige Mittäter bereits „in anderer Sache in Haft“.

Die ganze Vorgeschichte lesen Sie hier.

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