Sauberer Strom für das örtliche Netz

9700 Quadratmeter große PV-Anlage in Moosburger Neustadt genehmigt

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Eine Million kWh sauberer Strom pro Jahr fürs Moosburger Netz: Möglich machen soll das eine riesige Photovoltaik-Anlage, die nördlich der Neustadt geplant ist.

Moosburg – Für ein Projekt zur Energieversorgung wurden am Montag die Weichen gestellt, für ein anderes Projekt der Energieversorgung wurde begründet, warum man das in Moosburg nicht haben will. Beides ging schnell. Der Stadtrat tagte öffentlich nur eine halbe Stunde.

Da, wo früher das Absetzbecken der Kläranlage war, das inzwischen zurückgebaut wurde, soll nun sauberer Strom erzeugt werden. Die OneSolar GmbH aus Eching (Kreis Landshut) hat bei der Stadt beantragt, dass dieses 9700 Quadratmeter große Areal südlich der Kläranlage und nördlich der Stadtgärtnerei im Flächennutzungsplan zu einem „Sondergebiet Freiflächen-PV-Anlage“ umgewidmet und gleichzeitig ein Bebauungsplanverfahren eingeleitet wird. Die Stadträte hatten damit gar kein Problem, stimmten diesem Vorgehen ohne Diskussion und ohne Gegenstimme zu.

Gewerbesteuer soll zu 100 Prozent an die Stadt fließen

Wie die OneSolar in ihrem Schreiben darlegte, werde die geplante Photovoltaikanlage mehr als eine Million Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen und in das Versorgungsnetz der Stadt Moosburg einspeisen. Mehr als 285 Haushalte könnten so also mit regenerativem Strom versorgt werden und dazu beitragen, dass 1785 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr eingespart würden. 

Die OneSolar hat auch versichert, dass die gesamte anfallende Summe an Gewerbesteuer in der Stadt Moosburg versteuert werde. Zudem trage die Firma alle anfallenden Kosten für die Bauleitplanung, könne den Solarpark innerhalb einer Woche aufbauen, ihn sogar in nur zwei Tagen rückstandsfrei wieder demontieren. 

Umweltreferent Michael Stanglmaier (Grüne) hatte im Vorfeld in einer schriftlichen Stellungnahme betont, dass „die Errichtung der beantragten PV-Anlage sehr zu begrüßen“ sei.

Rubriklistenbild: © dpa

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