Visualisierung der Anbau-Pläne an die Anton-Vitzthum-Grundschule in Moosburg
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So soll der Erweiterungsbau der Moosburger Anton-Vitzthum-Grundschule einmal aussehen. Details der Planung sorgten für intensive Diskussionen.

Hitzige Debatte im Stadtrat

„Absoluter Blödsinn“: Bürgermeister wettert über Dach-Begrünung auf neuem Grundschul-Bau

  • VonNico Bauer
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Mit einer Großinvestition macht Moosburg die Anton-Vitzthum-Grundschule fit für die Zukunft. Für über vier Millionen Euro wird für die Ganztagsschule angebaut.

Moosburg – Am Ende ging es wie so oft im Moosburger Stadtrat um zwei Detailfragen. Die Umsetzung der Ganztagsschule war ebenso unstrittig wie der Erweiterungsbau, den das Architekturbüro Wacker für die Anton-Vitzthum-Grundschule vorstellte. Emotionale Diskussionen am Rande des Streits gab es dagegen über die Dachbegrünung und die Energiebilanz des 4,12 Millionen Euro teuren Vorhabens.

Ursprünglich sollte der Anbau auf einer Wiese neben der Schule eingeschoßig sein, aber wegen des großen Platzbedarfs entstand nun der Plan eines zweigeschoßigen Hauses mit knapp 1300 Quadratmetern Brutto-Grundfläche. Mittlerweile wurde die Erweiterung so konzipiert, dass in der Mensa 250 bis 300 Essen ausgegeben werden dürfen.

CSU kritisiert Ausblick für Schüler

Speziell die Grünen waren wenig begeistert von einem mäßigen Energiestandard des Anbaus, der nur über eine Photovoltaikanlage einen Anteil erneuerbarer Energie bekommen soll. Für die Wärmeversorgung wurde der Anschluss an die Gasheizung geplant. Hier hakte die Fraktion der Grünen nach, stimmte dem aber letztlich zu. Die Gasheizung wurde in den 90er Jahren installiert und wird wohl in den kommenden Jahren erneuert. Deshalb schlugen die Architekten vor, keine teure Wärmeversorgung nur für den Anbau zu installieren.

Änderungen zur Planung gibt es bei den Dächern. Rudolf Heinz (CSU) stellte für seine Fraktion den Antrag, den erdgeschoßigen Mensatrakt mit einem begrünten Dach zu versehen, „weil es nicht so schön ist, wenn man von Klassenzimmern aus dem ersten Stock auf ein Blechdach schauen muss“. In dem Punkt waren sich alle Beteiligten einig.

Dollinger: „Privat würdet Ihr so etwas doch auch nicht tun.“

Die Grünen gingen dann noch einen Schritt weiter und beantragten die Begrünung aller Dächer. Mit einer Neigung um die zehn Grad sei das technisch möglich. Verena Kuch beispielsweise kam bei ihrer Recherche im Internet zu dem Ergebnis, dass die Begrünung bis zu einer Neigung von 18 Grad bei einer entsprechenden Auswahl der Pflanzen möglich sei.

Bürgermeister Josef Dollinger wetterte gegen die Dachbegrünung, dass man die Pflanzen dann in trockenen Sommerphasen regelmäßig gießen müsse. „Das ist doch absoluter Blödsinn“, fand Dollinger. „Privat würdet Ihr so etwas bei euren Häusern doch auch nicht tun.“ Der Ortschef befürchtete viel Arbeit und Stress für das städtische Personal, um vertrocknete Erde wie bei der B11-Lärmschutzwand zu verhindern. Richtig verärgert war Dollinger dann am Ende der Kampfabstimmung. Die unstrittige Begrünung des Mensadachs wurde einstimmig beschlossen, und die restlichen Flächen werden nach der 10:8-Entscheidung begrünt.

Hohe Fördergelder winken

Derzeit werden die Kosten auf 4,12 Millionen Euro geschätzt. Konkrete Zuschusszusagen sind erst zu erwarten, wenn eine konkrete Kalkulation der Finanzen vorliegt. Klar ist aber auch, dass die Stadt mit erheblichen Fördergeldern rechnen kann, auch wenn man selbst einen Millionenbetrag für die Ganztagsschule in die Hand nehmen muss.

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