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Über 700 Gäste waren am Freitag zur Abschlussfeier in die Stadthalle gekommen.

Finale an der Kastulus-Realschule

„Ahoi – und gute Fahrt“: Realschule Moosburg verabschiedet 193 Absolventen

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Moosburg - Die „Tour de Kastulus“ ist vorbei: Nach einem teils harten Wettkampf konnten gestern 193 Absolventen der Realschule Moosburg das Siegerpodest besteigen und den Pokal bzw. das Abschlusszeugnis in Empfang nehmen.

Ein „schwerer und anstrengender Wettkampf“ liegt laut Schülersprecherin Svea Kuhlow (10c) hinter den Absolventen der Kastulus-Realschule. Viele Hindernisse seien auf dem Weg zur Mittleren Reife überwunden und Berge bezwungen worden. Auch einige Stürze habe es gegeben, ergänzte Lisa Nieder (10e) „aber es galt, immer wieder aufzustehen“. Mit Hilfe von „Tour-Organisator“ und Schulleiter Wolfgang Korn, den „Physiotherapeuten im Sekretariat und den Personal-Trainern in Reihen der Eltern wurde man wieder „auf die richtige Spur gebracht“, sagte Maximilian Sainer (10a). Schließlich habe man das große Ziel erreicht – getreu dem Motto: „Das Leben ist wie Radfahren – du fällst nicht, solange du in die Pedale trittst.“

Elternbeirätin Ursula Huber verglich die Schullaufbahn an der Realschule mit einer Schifffahrt: Ebbe und Flut, Sturm und Flaute hätten die Schüler in den vergangenen Jahren überstehen müssen und dabei nie das Ziel, den Abschluss, aus den Augen verlieren dürfen. Erfahrene Lotsen (Lehrer), ein Kapitän (Rektor) und Stewardessen (Sekretärinnen) hätten dafür gesorgt, dass niemand „in Sturm und Regen untergegangen“ sei. Nun gelte es, das Schiff mit der „vertrauten Besatzung zu verlassen“ und eine neue Route einzuschlagen – je nach den „Stärken, Talenten und Begabungen“ des einzelnen. Huber wünschte den Jugendlichen „einen Leuchtturm, der euch den Weg weist“, und „verlässliche Menschen, wenn ihr in Seenot seid“. Sie verabschiedete sich mit den Worten: „Ahoi – und gute Fahrt!“

Landrat Josef Hauner ist überzeugt, dass die Jugendlichen mit dem Realschulabschluss „eine gute Grundlage geschaffen“ haben und so künftigen Herausforderungen gewachsen sind. Das sah auch 2. Bürgermeister Josef Dollinger so: Die Absolventen hätten „optimale Voraussetzungen“, um einen qualifizierten Beruf oder die Fachhochschulreife zu erlangen. „Motivation, Ausdauer und Fleiß“ zahle sich aus, sagte Konrektor Maximilian Deutinger mit Blick auf die Abschlusszeugnisse.

Die besten Absolventen ehrten Wolfgang Korn (l.) und Josef Dollinger (r.): Marvin-John Schmidt, Sara Tozzi, Mona Floß, Lisa-Marie Festner, Katharina Bauer, Alina Piller und Belinda Prummer (v. l.).

Vor rund 700 Gästen hob Schulleiter Wolfgang Korn die Leistungen der 193 Absolventen hervor: 159 Jugendliche und damit 82,4 Prozent hätten den FOS-Schnitt erreicht, wobei nur 54 Schüler auf eine weiterführende Schule gehen werden. Der Rest startet eine Ausbildung. Aber nicht nur die schulischen Leistungen wurden honoriert, sondern vor allem auch das soziale Engagement. Ob als Tutoren für die Fünftklässler, bei der Afrikahilfe oder bei der Unterstützung schwächerer Schüler: „Ihr habt euch immer gegenseitig beim Lernen und bei Problemen geholfen“, lobte Korn die Schüler. „Ich bin stolz und glücklich, aber auch wehmütig, so viele tolle Persönlichkeiten verabschieden zu müssen.“ Sein Wunsch für die Absolventen: „Bewahrt euch das.“

Bei der Feier, die von der Bläsergruppe Kastulus Brass, der Chorklasse 6b, dem Klarinettenquintett sowie Solisten der 10. Klassen hervorragend musikalisch umrahmt wurde und in der Zeugnisverleihung ihren Höhepunkt fand, wurden auch die besten Absolventen gekürt. Diese sind: Belinda Prummer (1,08), Alina Piller (1,27), Katharina Bauer und Lisa-Marie Festner (beide 1,33), Mona Floß (1,36) sowie Marvin-John Schmidt und Sara Tozzi (beide 1,45).

Abschied nehmen hieß es am Freitag auch von zwei Lehrern: Maximilian Deutinger und Josephine Soldinger-Matschke gehen nach über 40 Jahren Schuldienst in Pension (Bericht folgt).

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