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Eine Stunde darf an der „Alten Polizei“ gratis geparkt werden. Manchen ist das zu kurz – weshalb die CSU nun eine zweite kostenlose Stunde forderte. Doch im Stadtrat führte der Vorschlag zu einer kontroversen Debatte.

Nach Schlappe für CSU-Antrag

An der "Alten Polizei": Jetzt steht freies Parken ganz auf der Kippe

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Moosburg - Der Antrag der CSU, die kostenlose Parkdauer auf dem Areal „Alte Polizei“ zu verlängern, fand keine Mehrheit. Im Gegenteil: Jetzt könnte auch dort bald ein Parkautomat stehen.

In nur einer Stunde sämtliche Erledigungen wie Arztbesuche, Behördengänge oder Einkäufe schaffen? Laut Erwin Weber (CSU) ist diese Vorstellung für viele Bürger und Besucher von Moosburg ein Unding – weshalb er vor der Sommerpause des Stadtrats einen Antrag einreichte: Die gebührenfreie Parkdauer auf dem Areal „Alte Polizei“ solle von einer Stunde auf zwei verlängert werden (wir haben berichtet). 

Am Montag, als im Gremium über den Antrag entschieden wurde, bekräftigte Weber seine Argumentation noch einmal: „Viele sagen, bevor sie sich wegen einer Stunde ärgern, fahren sie gleich wo anders hin.“ Er befürchte einen Imageschaden für die Stadt und den Geschäften entstünden „Einnahmeausfälle“.

Auch Ludwig Kieninger (FW) berichtete von derartigen Erfahrungen. „Eine Stunde ist echt knapp.“ Doch Bürgermeisterin Anita Meinelt konnte sich mit dem Antrag nicht anfreunden: „Eine Stunde deckt alle Kurzerledigungen ab. Wer länger bleiben möchte, muss nur auf den Parkplatz „Leinbergerstraße“ gegenüber fahren, da kostet eine Stunde 30 Cent. Das ist weiß Gott kein Geld.“ Lieber nehme sie die „Alte Polizei“ noch in die Parkraumbewirtschaftung mit auf, sagte Meinelt.

Kontroverse von "können um jeden Cent froh sein" bis hin zu "kostenloses Parken in der ganzen Stadt"

Laut Johannes Becher (Grüne) sei es dem Bürger nicht erklärbar, warum auf der einen Seite der Straße Parken gratis sei und auf der anderen Seite Geld koste. Außerdem: „Die Haushaltsberatungen stehen vor der Tür, ich glaube wir können zur Zeit um jeden Cent froh sein.“ Martin Pschorr (SPD) erinnerte an diesem Punkt daran, dass die Parkraumbewirtschaftung „nicht eingeführt wurde, damit wir Geld machen, sondern damit in der Stadt eine einigermaßen geordnete Parknutzung herrscht“.

Rudolf Heinz (CSU) plädierte gar für kostenloses Parken in ganz Moosburg. „In Degernpoint, der Neustadt oder bei einzelnen Discountern zahlt man nichts, da fährt man einfach hin, kauft ein und fährt wieder weg.“ Das „Serviceangebot“ frei Parken in der Innenstadt würde die Attraktivität des Zentrums steigern „und Chancengleichheit schaffen“, sagte Heinz.

Die Debatte ging so einige Zeit hin und her, dann wurde über Webers Antrag abgestimmt: 11:11 lautete das Ergebnis – was eine Ablehnung mangels Mehrheit bedeutete. Die Bürgermeisterin nutzte die Situation für einen Vorschlag: „Ich würde sagen, die Verwaltung soll verschiedene Szenarien ausarbeiten und bis zu unserer Novembersitzung darstellen. Vielleicht kommen wir dann zu einem Kompromiss, der alle Seiten zufriedenstellt.“ – Bis dahin bleibt nun also alles beim Alten.

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