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Ammer-Amper-Radweg erhält vier Sterne: So wertet er Freising auf

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Von: Manuel Eser

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Vier-Sterne-Botschafter: Vize-Landrat Robert Scholz und Martina Mayer, Tourismusreferentin am Landratsamt Freising , freuen sich über die ADFC-Auszeichnung für den FernRadweg, der in Moosburg endet. © Landratsamt

Der Ammer-Amper-Radweg ist vom ADFC mit vier Sternen ausgezeichnet worden. 50 Kilometer führen durch den Kreis Freising. Der Vize-Landrat verspricht sich viel davon.

Landkreis – „Das ist durchaus ein Highlight“: Seit 1. Januar ist der Ammer-Amper-Radweg der erste durchgehende Vier-Sterne-Radweg Oberbayerns. Entsprechend groß ist die Freude bei Michael Stanglmaier, Vorstandssprecher des Allgemeinen Deutsche Fahrrad-Clubs (ADFC) Freising. Jetzt fand auf der Reise- und Freizeitmesse f.re.e die Urkundenverleihung statt. Das Gütesiegel verleiht der ADFC bundesweit.

Urlaub daheim - mit Bier statt Reisestress

„Dieser Fernradweg stärkt den sanften Tourismus, hilft der heimischen Wirtschaft und ist ein Schritt in die richtige Richtung beim Klimaschutz“, sagte Robert Scholz bei der Verleihung. Der Vize-Landrat machte Werbung für einen Urlaub daheim. „Ob zum Beispiel Weltwald oder die schöne Hallertau – wir haben ganz ohne Reisestress alle Erholungsmöglichkeiten vor der Haustür – mit bayerischem Bier, deutscher Küche und allem, was wir im Ausland oft vergeblich suchen.“

Der Ammer-Amper-Radweg ist 200 Kilometer lang und führt von den Ammerquellen südlich von Oberammergau über den Ammersee bis nach Moosburg. Ein Viertel der Strecke, rund 50 Kilometer, liegt im Landkreis Freising. Die Route hier verläuft von Fahrenzhausen über Allershausen und Zolling bis zur Dreirosenstadt. Um die Vier-Sterne-Zertifizierung zu erhalten, wurde diese Teilstrecke 2018 neu beschildert.

Neue Radkarte als Kompass 

„Die Vorbereitungen dauerten fast fünf Jahre“, berichtet Robert Stangl, Sprecher des Landratsamtes. Die Arbeitsgruppe, bestehend aus sechs Partnern – dem Naturpark Ammergauer Alpen, dem Tourismusverband Pfaffenwinkel und den Landkreisen Landsberg, Dachau, Fürstenfeldbruck und Freising – habe viel Arbeit investiert und letztendlich alle Hürden überwunden, damit das Projekt Vier-Sterne-Radweg rechtzeitig zur Reise- und Freizeitmesse f.re.e vom 20. bis 24. Februar in München zertifiziert werden konnte.

Zudem hat die Arbeitsgruppe eine neu überarbeitete Radkarte vom Ammer-Amper-Radweg erstellt. Die kostenlose Karte mit Routenverlauf, Übernachtungsmöglichkeiten und Freizeittipps ist im Landratsamt Freising, in den Touristinformationen und den Gemeinden im Landkreis kostenlos erhältlich.

Auch Hotels erhalten Qualitätssiegel

Die Infrastruktur in der Region soll ebenfalls besser auf die Bedürfnisse von Radfahrern ausgerichtet werden. „In dem Zusammenhang freuen wir uns, dass drei neue Bett & Bike-Hotels im Landkreis Freising dazu gekommen sind“, sagt Martina Mayer, Tourismusreferentin am Landratsamt. Es sind das Biohotel und Tafernwirtschaft Hörger in Kranzberg, der Hotel Landgasthof Hofmeier in Hetzenhausen sowie der Gasthof Drei Tannen in Moosburg. Insgesamt gibt es im Landkreis jetzt neun Bett & Bike-Hotels – fahrradfreundliche Betriebe, die vom ADFC mit einem Qualitätssiegel ausgezeichnet worden sind.

Stanglmaier, nicht nur ADFC-Sprecher, sondern auch 3. Moosburger Bürgermeister, betont die Aufwertung der Stadt als Start- und Zielort. „Der Radtourismus boomt, Moosburg kann davon protieren“, sagt er. Aufgrund der sehr guten Bahnverbindung sei die Stadt auch idealer Standort für An- und Abreisen. „Entsprechend sollten wir das vermarkten.“

Die vier Sterne haben auch deshalb große Bedeutung, weil die ADFC-Prüfer nicht etwa die Perspektive von Bauämtern einnehmen, sondern die der Radreisenden. Die Bewertung erfolgt anhand eines klaren Kriterienkatalogs. Kilometer für Kilometer untersuchen die Prüfer Wegweisung, Oberfläche, Befahrbarkeit, Routenführung und Kfz-Verkehrsbelastung des Radwegs.

Gut zu wissen

Unter www.ammer-amper-radweg.com gibt es alle wichtigen Infos auf einen Blick inklusive GPS-Daten zum Download.

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