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In diesem Gebäude im Moosburger Gewerbegebiet Degernpoint soll eine Bäckerei-Produktion eingerichtet werden.

Vorbescheidsantrag passiert Moosburger Bauausschuss

Bäckerei-Produktion in Degernpoint genehmigt - samt Café und Bistro

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Im Moosburger Gewerbegebiet tut sich was: Der Bauausschuss genehmigte jetzt eine Bäckerei-Produktion samt Café/Bistro. 

Moosburg – Seit gut zwei Jahren kämpft Jürgen Appel darum, einen Teil seines Gebäudes im Gewerbegebiet Degernpoint zu vermieten. Seitdem Ende 2014 der Textilhändler Takko gekündigt hatte, stand ein 570 Quadratmeter großer Teil seines Gebäudes, in dem auch Appels Getränkemarkt beheimatet ist, leer. Ein erster Versuch Appels, dort einen Bio-Supermarkt anzusiedeln, ist im Verlauf des Jahres 2015 am Stadtrat und daran gescheitert, dass es sich dabei um ein innenstadtrelevantes Sortiment gehandelt hätte (wir haben mehrfach berichtet). Das sei nicht zulässig, um die Innenstadt nicht zu schwächen, hieß es damals. Appel hatte denn auch diesen Antrag wegen Aussichtslosigkeit zurückgezogen.

Im Februar 2017 wurde Appel dann aber doch etwas genehmigt – nämlich sein Vorbescheidsantrag auf Erweiterung seines Getränkemarkts. Und jetzt, rund drei Monate später, der nächste und anders lautende Vorbescheidsantrag, den Appel vorgelegt hatte und den der Bauausschuss am Montag ebenfalls absegnete – einstimmig. Auf einer Fläche von 180 Quadratmetern des Gebäudes soll und darf eine Bäckerei-Produktion eingerichtet werden, weitere 75 Quadratmeter darf ein Café/Bistro einnehmen.

Gastronomie erlaubt, Einzelhandel nicht

Weil man aus den Diskussionen des Jahres 2015 gelernt hatte, wurde in den Beschlussvorschlag ausdrücklich aufgenommen, dass ein Café beziehungsweise ein Bistro als gastronomische Einrichtung nach den Vorgaben des Bebauungsplans für ein Industriegebiet zwar zulässig sei, Einzelhandel aber nicht. Ein solches Café hingegen sei von untergeordneter Bedeutung. Folglich, so berichtete Bürgermeisterin Anita Meinelt, habe es in den Vorgesprächen zu diesem neuen Vorbescheidsantrag von Jürgen Appel auch keine Einwendungen von irgendeiner Seite gegeben.

Was den Stadträten die Zustimmung mit 11:0 außerdem erleichterte, war die Tatsache, dass das bestehende Gebäude außen nicht wesentlich verändert wird und weiterhin den Festsetzungen des Bebauungsplans entspricht. Zudem werden die erforderlichen Stellplätze auf dem Grundstück nachgewiesen. Das gemeindliche Einvernehmen wurde erteilt.

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