Massive Störungen bei Telefon, Internet und TV 

Bagger durchtrennt Kabel: Totalausfall bei tausenden Vodafone-Kunden

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Kein Telefon, kein Internet, kein TV: Tausende Haushalte sind derzeit von einer massiven Störung im Vodafone-Netz betroffen. Und die Geduld der Kunden wird wohl noch länger strapaziert.

Das Telefon ist tot, beim Fernseher kommt kein Bild und der Browser kann keine einzige Internetseite öffnen: Seit Montagnachmittag kommt es im Bereich Moosburg zu einem Totalausfall von Vodafone-Kommunikationsdiensten. Vom Westerberg über das Zentrum bis in die Neustadt klagen Kunden des Anbieters derzeit über massive Störungen - und verschaffen ihrem Ärger in Foren und Sozialen Netzwerken Luft - wohl via mobilem Internet auf dem Handy oder Tablet. Viele haben keine Ahnung, weshalb ihre Leitungen tot sind - und wie lange das noch der Fall sein wird. 

Eine erste Antwort gibt es bei den Störungsstellen von Vodafone. „Totalausfall bei Fernseh-, Internet- und Telefondiensten“, heißt es etwa auf der Homepage des Anbieters. Je nach abgefragter Wohnadresse erscheinen unterschiedliche Angaben, wann der Betrieb wieder aufgenommen werden könne. „Voraussichtlich in 13 Stunden und 13 Minuten“, heißt es am Dienstagvormittag etwa zur Siebenbürgenstraße im Moosburger Norden.

Screenshot der Störungsmeldung auf Vodafone.de


Auf Nachfrage unserer Zeitung in der Konzernzentrale erklärt ein Sprecher die genaue Ursache des Problems: Bei Brückenarbeiten, „mit denen Vodafone eigentlich nichts zu tun hat“, sei am Montag gegen 12.16 Uhr in Landshut eine wichtige Kabeltrasse des Unternehmens auf einer Länge von 250 Metern zerstört worden. Dadurch könnten im Großraum Landshut, zu dem offenbar auch Moosburg gehört, insgesamt 16.000 Haushalte aktuell kein Kabelfernsehen empfangen, heißt es. Ein Teil der Haushalte könne zudem nicht im Internet surfen und auch nicht im Festnetz telefonieren. 

Der Vodafone-Sprecher entschuldigt sich ausdrücklich für die Unannehmlichkeiten und verspricht: „Bautrupps mit Spezialwerkzeug arbeiten mit Hochdruck daran, eine neue Kabeltrasse zu verlegen.“ Es sei die ganze Nacht über an der Entstörung gearbeitet worden. Und dann kommt der Satz, der die Kunden wenig erfreuen dürfte: „Die notwendigen Bau- und Spleißarbeiten sind allerdings sehr aufwändig, sodass wir noch keine Prognose abgegeben können, wann die Kunden wieder in gewohnter Qualität an das Glasfaserkabelnetz von Vodafone angeschlossen sind.“

Rubriklistenbild: © dpa/Screenshot: Vodafone.de

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